«Für den Spitex-Verein Solothurn war das Jahr 2013 ein geschichtsträchtiges», stellte Präsidentin Barbara Probst fest. «Da war einmal die Übernahme der Spitex-Dienstleistungen für Flumenthal, Hubersdorf und Riedholz und zum anderen die Einführung der elektronischen Datenerfassung; Spitex-Solothurn soll papierlos werden.» - «Die Übernahme der Spitex in gleich drei weiteren Gemeinden ist eine komplexe Aufgabe, spielen doch neben organisatorischen Fragen auch emotionale Momente mit. Dank der minutiösen Vorbereitung und der Unterstützung durch die Pflegedienstleiterinnen Monika Galliker und Ursula Stuber gelang der Transfer aber zur Zufriedenheit aller Beteiligten», so Probst.

Wesentlich mühsamer verlaufe bis heute die Einführung der elektronischen Datenerfassung, fuhr die Präsidentin weiter, sprach gar von einer zeitweisen Tragödie. Verliefen Schulung und erste Anwendungen mit den Smartphones noch erfreulich, zeigten sich in der Verarbeitung der Daten, insbesondere bei der Rechnungsstellung, grosse Probleme, die beinahe zu Liquiditätsproblemen geführt hätten.

Nebst noch vorhandenen Mängeln sei das neue Programm eine Erleichterung für den Spitexalltag, so für die Tourenplanung und die Zeit- und Leistungserfassung, schloss die Präsidentin ihren Bericht. Einiges davon schien auch im Bericht von Betriebsleiterin Kathrin Lanz auf, nicht zuletzt die Umsetzung der neuen Pflegefinanzierung, die Abrechnungen im «Tiers payant»-Modus - und das alles mit der «wackeligen» Elektronik.

Zudem wurde, ausgelöst durch den Software-Wechsel, die im Vorjahr begonnene Überarbeitung der Prozessabläufe im Betrieb weitergeführt. Die Mitarbeitenden mussten sich an andere innerbetriebliche Abläufe gewöhnen und teilweise langjährige Gewohnheiten ablegen.

Die Anzahl Mitarbeitender stieg auf 62, was eine Erweiterung der Büroräumlichkeiten notwendig machte. «Erfreulich entwickelte sich die Nachfrage nach 24 Stunden Notrufdienstleistungen. Die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz als Anbieter der Geräte ist sinnvoll und konstruktiv. Wir vom Spitex-Verein werden im Notfall von der Einsatzzentrale aufgeboten - 44 Mal konnten wir rasch Hilfe leisten», berichtete Lanz.

Beeindruckende Zahlen

Die Spitex Solothurn hat im vergangenen Jahr 420 Klienten betreut, pro Tag wurden durchschnittlich 150 besucht, dazu legten sie 133'879 km zurück, dies zusammen mit den 32 Mahlzeitenfahrern, die 26'903 warme Mahlzeiten an 224 Klienten überbrachten, wie Ernst Hagmann berichtete. Die 1212 Mitglieder werden auch im kommenden Jahr 30 Franken Jahresbeitrag bezahlen; zusammen mit Legaten und Spenden ergab das 2013 einen Betriebsertrag von rund 64'000 Franken.

Die Betriebsrechnung ihrerseits verzeichnete Einnahmen von 2,8 Mio. Franken und einen Aufwand von 3,9 Mio. Franken. Das Defizit wurde durch die von den Gemeinden zugesagten Beiträge und einen Beitrag des Spitexvereins ausgeglichen. Vizepräsidentin Isabel Kohler Muster trat nach zehn Jahren aus dem Vorstand zurück. Neu gewählt wurde Lukas Büttiker, das Vizepräsidium übernimmt Stefanie Moser.