Wenn die Sprache auf die Solothurn Classics kommt, wird der eloquente Dieter Kaegi zurückhaltend: «Ich will dazu momentan nichts sagen.» Und doch wird er im Innern etwas lächelnd, hat doch Classic-Openair-Gründer Dino Arici mit seiner Stiftung die Seite gewechselt und unterstützt nicht mehr die Solothurn Classics, sondern das Theater.

Apropos Open Air: Kaegi schwärmt von den zwei Produktionen, die man im Sommer umbaubedingt ausserhalb des Theaters auf dem Zeughausplatz und im Kapuzinerkloster spielte: «Da sahen wir, wie sehr das Publikum für Freiluftabende zu begeistern ist. Ich würde diese Ansätze sehr gerne zu einem Festival ausbauen. Wir könnten alle zwei Jahre eine Produktion im Freien machen. Ich suche bereits nach Formen und finanziellen Mitteln.»

Kaegi denkt dabei durchaus kantonal: Der Kanton zahlt ja via Stadt auch an uns Subventionen.» So wäre das Passionsspielhaus in Selzach ein möglicher Spielort – man könnte alle zwei Jahre alternieren mit der Sommeroper Selzach. «Eine Spielstätte könnte aber auch der Platz vor der Solothurner Kathedrale sein.» Und auf die Frage, warum denn nicht gleich auf die schöne Schanz wie einst Dino Arici mit dem Classic Openair, sagt er: «Auch eine Möglichkeit . . .». Gute Aussichten für Solothurn. (bez)