Solothurn
Spielerisch das ernsthafte Energiethema anpacken

Unter dem Titel «Solothurn erneuert sich» widmet sich die Sonderschau der HESO heuer den erneuerbaren Energieformen. Auf dem Hintergrund der Debatte um die Energiewende zeigt sie, wie man in der Region nachhaltig produziert und schonend verbraucht.

Andreas Kaufmann
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HESO-Sonderschau 2012
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HESO-Sonderschau 2012

HESO-Sonderschau 2012

Andreas Kaufmann

«Von welchem Strom nehme ich wieviel, damit der Schweiz die Lichter nicht ausgehen?» Es mutet wie ein Spiel an, wenn man mittels mehrerer Hebel zu einem Quentchen Solarenergie noch eine Prise Wasserkraft hinzufügt und das ganze mit eine Teelöffel Atomenergie abschmeckt - um dann auf dem Monitor festzustellen, ob der Mix ausreicht oder nicht.

Doch hinter dem Spiel, das sich dem Besucher der HESO-Sonderausstellung als erstes präsentiert, steckt der Ernst der Debatte um die Energiewende. Unter dem Titel «Solothurn erneuert sich» hat die Unternehmerinitiative Neue Energie Solothurn in Zusammenarbeit mit mehreren regionalen Firmen das Thema nachhaltiger Energiequellen publikumsgerecht aufgearbeitet.

Fünf Hauptthemen

Insgesamt fünf Grundthemen werden dabei genauer fokussiert – und letztlich auch ihre Anwendbarkeit und ihren Nutzen im regionalen Kontext. So liefert die Sonderschau einen Einblick in fünf Technologien erneuerbarer Energieformen: Geothermie, Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie und die Nutzung von Biomasse als Heizrohstoff stehen im Zentrum.

Abgeschlossen wird die Ausstellung mit der Frage, wie man den Stromverbrauch effizient einsparen kann und den «Stromfressern» den Garaus macht. Wie Michel Aebi von der «Neuen Energie Solothurn» mit einem treffenden Bonmot umschreibt: «Die günstigste Energie ist die, die wir nicht brauchen.»

Kabelstränge als roter Faden

Für den optischen Look der Sonderschau zeichnet Ausstellungsgestalterin Liliane Herzog verantwortlich. Gleichsam einem roten Faden führen so von jedem der fünf Hauptthemen Kabelstränge in die Mitte, wo eben das Augenmerk auf den energieverbrauchenden Endgeräten liegt.

Ein eindrücklicher «Kabelbaum» soll, so das Organisationskomitee bis zum Ende der HESO mit symbolischen Blättern erblühen. Der Hintergrund: Die OptimaSolar-Genossenschaft hat ein Solarkraftwerk beim Bildungszentrum Wallierhof realisiert, das während der Herbstmesse in Betrieb gehen soll. Zur gleichen Zeit sucht die Genossenschaft aber noch weitere Teilhaber, die Solarpaneele im Sinne einer Investition beisteuern. Und für jeden verkauften Genossenschaftsschein erhält der «Kabelbaum» neues Laub.