Noch haben sie noch nie zusammen gespielt – auf der Suche nach einer speziellen Herausforderung werden Musikantinnen und Musikanten aus dem ganzen Kanton und angrenzenden Gebieten am Sonntag ihr erstes grosses Galakonzert geben. Unter dem Namen «Kantonales Blasorchester Solothurn» oder KBO hat der Solothurner Blasmusikverband (SOBV) erstmalig dieses ambitionierte Lagerprojekt für Erwachsene ins Leben gerufen.

Während für die Jugend bereits seit Jahren attraktive Lagerbands bestehen und auch das Veteranenspiel beachtliche Erfolge feiert, existierte bis dato noch keine gemeinsame Formation für Erwachsene mittleren Alters. Die kantonale Musikkommission nahm sich zum Ziel, diese Lücke zu füllen und engagierte mit dem niederländisch-spanischen Dirigenten Henrie Adams einen ganz Grossen seines Fachs. Seit 1989 ist Adams unter anderem Chefdirigent des Harmonieorchesters «La Artística» in Buñol, Spanien. 2001 gewann er beim World Music Contest in Kerkrade, Niederlande mit diesem Orchester den ersten Preis in der höchsten Wettbewerbsstufe.

Vier Tage lang Feinschliff

Sein enormes Wissen und seine tiefgründige musikalische Interpretation wird er den Solothurnern in nur vier Intensivprobetagen zu vermitteln suchen. In zwei Spezialproben, die in den letzten drei Wochen in Oensingen stattfanden, haben die Musikerinnen und Musiker die Grundlagen der Werke erarbeitet. Zuletzt haben sie sich vier Tage lang bis Sonntagmittag in Morschach im Kanton Schwyz erstmals alle gemeinsam eingefunden, um das musikalische Programm zusammenzusetzen und ihm den Feinschliff zu verleihen.

Hauptwerke des Galakonzerts sind die sinnliche Kurzsymphonie «Give us this Day» des Amerikaners David Maslanka, die eindrucksvolle sinfonische Dichtung «Expedition» des jungen Spaniers Oscar Navarro sowie «Karnevals Rückzug» – eine selten aufgeführte Ouvertüre des unvergessenen Solothurner Komponisten Stephan Jaeggi. Ein Marsch von Marco Nussbaumer, einem aktiven Musikkommissionsmitglied, rundet die Verbundenheit zum Kanton Solothurn ab.

Konzertsaal Sonntag, 21. Oktober, 17 Uhr, Eintritt frei – Kollekte