Kulturfabrik Kofmehl

Spendenaktion bringt Kulturfabrik Kofmehl 100'000 Franken

Pipo Kofmehl und Rolf Studer freuen sich über viel Rückhalt.

Pipo Kofmehl und Rolf Studer freuen sich über viel Rückhalt.

Die Kulturfabrik Kofmehl kann immer noch auf grosse Unterstützung zählen. Eine Spendenaktion zum 10-Jahr-Jubiläum brachte stolze 100'000 Franken zusammen.

Am 21. April hatte die Kulturfabrik Kofmehl ihr 10-Jahr-Jubiläum gefeiert. Nicht nur viele Leute aus der Entstehungszeit der neuen Kulturfabrik sind immer noch engagiert dabei, sondern auch die Spenderinnen und Spender.

Rolf Studer, damaliger Initiant und immer noch Präsident der Stiftung für Jugendkultur im Kanton Solothurn: «Die Solidarität ist immer noch spürbar.» Denn die zum Jubiläum lancierte Spendenaktion fürs Kofmehl brachte stolze 100 000 Franken zusammen. «Es waren Beträge vom Fünfliber bis zum fünfstelligen Betrag», dankt Studer allen, die gespendet haben.

Aus der ganzen Schweiz

Schon vor fünf Jahren hatte die Kulturfabrik eine Spendenaktion lanciert, so verfügte man insgesamt über 2000 Adressen. Darunter noch viele aus der Zeit vor dem Neubau, als auch die «Solothurner Zeitung» für das im Rekordtempo realisierte Projekt 600 000 Franken gesammelt hatte. «Inzwischen sind viele weggezogen, denn insgesamt 400 Schreiben wurden von der Post retourniert. Wir haben die Leute gesucht und 300 nochmals angeschrieben. Doch obwohl auch bei der zweiten Aktion wieder etliche Adressen unbekannt blieben, kamen allein durch dieses Nachfassen noch rund 10 000 Franken zusammen.» Zudem seien über das moderne Pay-Ball-System für jüngere User noch einige tausend Franken eingegangen.

Für Rolf Studer ein Beweis, dass die Kulturfabrik Kofmehl – wie auch bei bekannten Bands im In- und Ausland, die explizit hier spielen wollen – weitherum viele Sympathien geniesst. Denn nicht nur über das Geld haben sich Studer und Betriebsleiter Pipo Kofmehl gefreut, sondern auch über viele anerkennende Begleit-Botschaften wie «Super, dass es euch gibt!» oder «Macht weiter so!».

Warum die Spendenaktion?

Zehn Jahre Dauerbetrieb: Das heisst im «Fall Kofmehl», dass die 800 000 Besucherinnen und Besucher von 2000 Anlässen Spuren hinterlassen haben. Spuren, die Investitionen in die Infrastruktur bedingen. «Die Heizungsund die Sanitäranlagen wurden erneuert und ein neuer Publikumsbereich mit einer Lounge geschaffen. Dazu die Vordächer verbessert», zählt Rolf Studer einige der dringendsten Vorhaben auf, die grösstenteils schon realisiert worden sind. Wie schon beim damaligen 3,4-Mio.-Bau der neuen Kulturfabrik ist die Eigenleistung der jungen Kofmehl-Crew mit ihren bis zu 200 Helferinnen und Helfern «mindestens so wichtig wie die Spendengelder», betont der Stiftungspräsident. Denn die gesammelten Mittel werden primär für das notwendige Material eingesetzt, um die angefallenen Sanierungsarbeiten dann mit eigenen Kräften auszuführen.

Die Kulturfabrik Kofmehl finanziert im Übrigen den laufenden Betrieb zu über 90 Prozent aus selbst erwirtschafteten Mitteln, den Restfehlbetrag deckt vor allem der jährliche Beitrag der Repla Solothurn und Umgebung ab.

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