Und genau dort, hinter dem griechischen und dem türkischen Imbissstand, wo sich an der Heso die Rauchschwaden von Giros und Kebap mischten, waren Start und Ziel des 13. Charity Rides.

Schade nur, dass man den Duft von heissem Motorenöl und das Grollen der Motoren nicht auf einem Foto nicht demonstrieren kann. Aber der Glanz von Chrom und die oft etwas ungehobelte Eleganz eines Harley Davidson sind doch auch schon viel wert.

Exakt 544 Motorräder polterten am Sonntag beim bereits zur Tradition gewordenen Harley Meeting durch die Solothurner Altstadt, und in der Hauptgasse säumte das Publikum den Korso fast wie im Februar den Fasnachtsumzug.

Mythos Harley-Davidson lebt

Selbst wenn heute die Banker am Feierabend den Anzug gegen die Lederjacke austauschen und sich als Hells Angels fühlen: Der Mythos Harley-Davidson lebt weiter. Dafür sorgen auch immer mehr Frauen, die sich nicht mehr mit dem Sozius begnügen, sondern selber ihren «Grim Reaper» oder «Bone Crasher» lenken.

Wie immer wählte das Publikum die schönsten Maschinen. Bei den Oldies gewann Reto Burkhalter aus Obergerlafingen mit seiner WLA 1942. Der Softtail Springer 2011 von Reto Wüthrich aus Recherswil eroberte von den modernen Harleys die meisten Zuschauerherzen, gefolgt vom V-Rod 2007 des Oensingers Markus Bührer und dem Sportster 2006 von Rita Salzmann aus Walliswil bei Bipp.

«Weil der Charity Ride erstmals am ersten Heso-Wochenende durchgeführt wurde, kann ich mir gut vorstellen, dass am kommenden Sonntag noch einmal ein paar Harleys auftauchen werden», sagte Markus Gilgen von den Organisatoren.

Stimmung war gut

Er war mit dem Treffen vollauf zufrieden, alles sei unfallfrei verlaufen und die Stimmung bei den Fahrern und den Zuschauern sei sehr gut gewesen. Gilgen: «Der Charity Ride trug 2600 Franken von Passagieren und Sponsoren zusammen, die wir bereits dem Blumenhaus Buchegg übergeben konnten.»