Solothurn

Spätsommer noch tief im Herbst: So war das Wetter im Oktober

Wunderschönes Wetter gab es auch im Oktober.

Auch der Oktober reiht sich nahtlos in die Vorgängermonate unter dem Attribut «zu warm und viel zu trocken» ein. Mit einem Monatsmittel von 11,0 Grad übertraf er den langjährigen Durchschnitt nämlich um 1,1 Grad. Noch extremer präsentiert sich die Situation in Sachen Niederschlag: Die 34 Liter Regen pro Quadratmeter in Solothurn – im Wallierhof Riedholz waren es 47,2 – stehen für nicht einmal die Hälfte der Normalmenge im Oktober. So kamen seit dem 1. August in Solothurn nur knapp 110 Liter zusammen, was nicht ganz einem Monatsdurchschnitt entspricht. Damit erreicht die Trockenperiode historische Ausmasse, waren doch 2018 nur der Januar und Mai nasser als sonst.

Sonne pur über weite Strecken

Der Wetterverlauf dieses goldenen Oktobers ist rasch erzählt: Noch fiel am 1. Oktober etwas Regen, ehe sich rasch und dauerhaft die Sonne in Szene setzen konnte. Dabei wurden durchaus spätsommerliche Tagesmaxima von 20 Grad übertroffen – was insbesondere am Landhausquai für grosse Gästefrequenzen sorgte. Noch zur Monatsmitte gabs 22 Grad zu geniessen, zumal die Morgennebel sich fast durchwegs als kurzlebig entpuppten. Folge des warmen Wetters gabs eine Wanzenplage, die auch in Solothurns Häusern auftrat. Nur die Bise spielte in der dritten Oktoberwoche den Spielverderber, ansonsten hielt der Altweibersommer bis am 26. Oktober an.

Dann setzte sich erstmals seit ewigen Zeiten eine kräftige Kaltfront durch und brachte nebst dem ersehnten Tropfen auf den heissen Stein auch den ersten Schnee auf dem Weissenstein.
Das «Schüümli» bis 700 Meter hinab blieb ein kurzer Spuk und bereits deutet sich ein längeres Martinisömmerchen an. Es bleibt bis zur Monatsmitte viel zu mild, frostfrei und vor allem auch weiterhin überwiegend trocken. Von einem Wintereinbruch ist noch nichts zu sehen; Regen könnte es ab 14./15. November geben.

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wolfgangwagmann

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