«Kandidatinnen für das Vizepräsidium hätten wir schon gehabt», meint SP-Parteipräsident Claudio Marrari, «aber wir wollen uns voll und ganz auf die Arbeit im Gemeinderat und die Umsetzung unserer Legislaturziele konzentrieren.» Kein Thema sei gewesen, ob die CVP nach ihren zwei Sitzverlusten vom Sonntag überhaupt einen Anspruch auf das Amt habe.

Kein Thema seien aber auch die Finanzen gewesen, «und ob wir wieder verlieren könnten, haben wir ebenfalls nicht diskutiert.» Tatsächlich hatte die SP schon mehrfach versucht, die CVP bei der Stellvertretungsfrage des Stadtpräsidenten auszuhebeln – war aber zuletzt vor vier Jahren mit Adrian Würgler der Amtsinhaberin klar unterlegen.

Überrascht vom SP-Entscheid

«Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass sie wieder kommen», zeigt sich Barbara Streit-Kofmel überrascht vom SP-Vorstandsentscheid. «Aber ich wäre mit sehr viel Zuversicht in den neuerlichen Wahlkampf gestiegen», bestätigte sie gleichzeitig ihre Anwartschaft, weitere vier Jahre im Amt zu bleiben.

Bei den Grünen war ein Antreten nach dem unglücklichen Wahlsonntag kein Thema gewesen, obwohl diese im Gemeinderat wie die CVP ebenfalls mit fünf Sitzen vertreten sind. Brigit Wyss hatte auch am Sonntag jegliches Interesse dementiert, am 9. Juni gegen Stadtpräsident Kurt Fluri anzutreten. Die Anmeldefrist für Kandidaturen ums Stadt- wie Vize-Stadtpräsidium läuft nächsten Montag, 22. April, ab.