Solothurn
SP Solothurn nominiert Franziska Roth für Nationalrat

Anlässlich der Parteiversammlung der Solothurner SP-Ortspartei wurde als einzige Kandidatin Franziska Roth zuhanden der Amteipartei für die Nationalratswahlen nominiert.

Andreas Kaufmann
Merken
Drucken
Teilen

Solothurner Zeitung

«Ich finde es sehr anregend, auf politischer Ebene mitzuwirken», begründete die 45-jährige Primarlehrerin und Heilpädagogin Franziska Roth ihren Willen, für die SP-Ortspartei ins Rennen um die Nationalratssitze zu steigen. «Einerseits könnte ich als Bildungsfachfrau kantonal und national etwas beitragen und zudem auch in andere Fachbereiche und Geschäfte reinblicken», gibt sie sich selbstsicher und gleichwohl neugierig.

Umwelt und Armut als Themenschwerpunkte

So sähe sie Schwerpunkte auch im Bereich gewerkschaftlicher Arbeit, wie sie im «Kreuzverhör» mit zwei Parteigenossinnen verriet: «Dazu zählen Fragestellungen wie Lohngerechtigkeit oder faire Arbeitsbedingungen.» Auch im Bereich Energie und Umwelt könnte sie sich ein Mitwirken vorstellen: «Im Grundsatz steht mir der Mensch schon näher als der Baum. Da aber der Mensch ohne Baum nicht auskommen kann, müssen wir im Sinne des ökologischen Gleichgewichts auch zu diesem schauen.»

Insbesondere möchte sich die auch als Kantonsrätin, Gemeinderätin und Ortspartei-Präsidentin den Ärmsten widmen, ihnen die Türöffnen: «Diese haben noch keine wirklich grosse Lobby». Unter Beifall wurde ihre Einzelnomination zuhanden der Amteipartei Solothurn-Lebern von den rund 20 Anwesenden Parteigenossen bestätigt.

SP-Ortspartei Solothurn schwach vertreten

Unkenrufe kamen indes ob der Frage auf, warum die SP-Ortspartei nur mit einer Kandidatin ins Rennen steigt, wie es Adrian Würgler konkretisiert: «Das ist doch nicht möglich, dass wir in der Stadt nicht drei Kandidaten hinkriegen?», monierte der Gemeinderat. Sechs Leute seien angefragt worden und hätten nach reiflicher Überlegung abgesagt.

«Auch ich hätte gerne eine Entourage gehabt, vielleicht zwei Kandidaten, um in den Wahlkampf zu steigen. Aber es wäre sehr schlecht, deswegen die Strategie der Platzverdrängung einzusetzen», betonte Roth ihreszeichens als Ortspartei-Präsidentin.

In letzter Konsequenz entschieden die Parteigenossen, dem Vorstand die Kompetenz zu erteilen, bis zur SP-Nominationsversammlung der Amtei Solothurn-Lebern am 28. Februar allfällige geeignete Kandidaten nachzunominieren. Gewisse Hoffnungen hegt man bezüglich beherzter JuSo-Kandidaten, die sich auf die Liste setzen lassen würden.