Solothurn

SP fordert für Wagabunten einen Platz auf unverbautem Grundstück

Die Wagabunten sind wieder am Rand der Westumfahrung anzutreffen.

Die Wagabunten sind wieder am Rand der Westumfahrung anzutreffen.

Die Wagabunten müssen sich immer wieder eine neue Heimat suchen und logieren derzeit am Rande der Westumfahrung. Nun erhalten sie Hilfe von der Politik: Die SP fordert die Stadt Solothurn auf, ein unverbautes Grundstück zur Verfügung zu stellen.

Gleich drei Motionen reicht die SP-Stadtpartei heute Abend im Gemeinderat ein. Ein Vorstoss der Erstunterzeichnerinnen Sylvia Sollberger und Franziska Roth fordert das Stadtpräsidium auf, mit einem Zwischennutzungsvertrag den sogenannten «Wagabunten» einen Platz auf einem unverbauten Grundstück, beispielsweise im «Weitblick»-Areal, als Bleibe zu ermöglichen. Die sechs Wagabunten seien allesamt Kantons-Einwohnerinnen und -Einwohner, vier davon in Solothurn angemeldet, eine Person in Biberist und eine in Lüsslingen. Zuletzt hatten die Bewohner eines Wagenparks versucht, sich auch ausserhalb der Stadt niederzulassen, wurden jedoch weggewiesen und logieren jetzt wieder am Rand der Westumfahrung. Die Motionärinnen verweisen im Vorstoss auf ähnliche Zwischennutzungsregelungen in Biel und Bern.

Parkplätze für Veloverkehr weg?

In einer zweiten Motion der Erstunterzeichner Reiner Bernath und Daniel Wüthrich fordern die Genossen eine direkte Veloverbindung zwischen dem Westbahnhof und dem Amthausplatz. Diese sei aktuell ab der Kreuzung Wengistrasse Richtung Amthausplatz wegen des Einbahnregimes auf diesem Abschnitt der Westbahnhofstrasse nicht möglich. Velofahrende müssten den Umweg über die Schanzenstrasse nehmen, die aber eine wichtige Fussgängerverbindung sei. Die SP schlägt deshalb die Aufhebung von zwölf Parkplätzen in der nördlichen Westbahnhofstrasse vor, um dem Veloverkehr den notwendigen Platz für die Fahrt Richtung Amthausplatz zu ermöglichen. Die Motionäre argumentieren, dass die Parkdauer mit 2½ Stunden ohnehin sehr grosszügig bemessen sei und für eine solch lange Parkierungszeit das nahegelegene Parkhaus Bieltor zur Verfügung stünde.

Wengistrasse rückbauen

Die dritte Motion rennt quasi offene Türen ein, ist doch die Forderung der beiden gleichen Erstunterzeichner uralt: Schon mit der Schliessung der Wengibrücke 2008 hatte man die Absicht geäussert, die Wengistrasse zwischen Poststrasse und Westbahnhof fussgängerfreundlich zurückzubauen. Auch im heute zur Diskussion stehenden Stadtentwicklungskonzept wird dieser Rückbau als baulicher Schwerpunkt explizit genannt. Die viel zu breite Wengistrasse wirke heute öde und leer und sei für Besucher, Kunden aber vor allem die Geschäftsinhaber unattraktiv, findet die SP – und will die Strasse mit Bäumen, einem Spielplatz, Sitzplätzen und Gartenwirtschaften umgestaltet sehen.(ww)

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