Solothurn

Sonntagsverkauf im Advent bringt eindeutig mehr

Die letzte Ausgabe des Sonntagsverkaufs in Solothurn lockte nicht viele Leute an. (Archiv)

Die letzte Ausgabe des Sonntagsverkaufs in Solothurn lockte nicht viele Leute an. (Archiv)

77 Geschäfte ziehen eine unterschiedliche Bilanz zum Sonntagsverkauf vom 25. Oktober. Die grosse Masse war laut der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn «mässig bis recht zufrieden».

Viele Leute in der Stadt und mehr Geschäfte, die mitgemacht hatten – aber manchenorts lange Gesichter beim Blick in die Kasse, das die Bilanz des Oktober-Sonntagsverkaufs in Solothurn. Caroline Jäggi, Geschäftsführerin der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn SGSo, hatte über mehrere Tage bei allen 77 offenen Geschäften ein Feedback eingeholt, «das sind immerhin zehn Prozent mehr als noch vor einem Jahr mitgemacht haben.»

Generell sei der Tenor damals eher besser gewesen, «vor allem peripherer gelegene Läden wie an der Theatergasse oder am Stalden sahen wenig Kundschaft und Umsatz.» 13 Geschäfte, darunter auch das Warenhaus Manor inklusive Manor Food, verteilten dem Sonntag, 25. Oktober, sehr gute Noten, ebenso viele schlechte.

Die grosse Masse war «mässig bis recht zufrieden», so Jäggi. Das galt auch für die Modebranche, während die Schuhgeschäfte sehr gut gearbeitet hätten. Ebenfalls ein positives Fazit hatte der «Jumbo»-Markt draussen an der Bielstrasse gezogen, das Gegenteil war bei Coop der Fall gewesen.

Gratisparkplätze geschätzt

Nicht dass es an Publikum gefehlt hätte – trotz schönem Bergwetter oder der Konkurrenz durch den Zibelimäret in Oensingen. «Doch viele Solothurner wussten gar nicht, dass Sonntagsverkauf ist. Und die Auswärtigen fragten sich, welches Fest heute die Stadt feiert», wundert sich Caroline Jäggi trotz dem Einsatz von Werbe-Inseraten und –Plakaten. «Sehr geschätzt wurde von den Leuten aber das Angebot an Gratis-Parkplätzen in den städtischen Parkhäusern», weiss die SGSo-Geschäftsführerin.

Aufgefallen seien ihr dort die vielen Autonummern aus der Romandie, aber auch aus den Kantonen Bern und Aargau. Dennoch hätten einige Geschäfte kritische Alternativ-Vorschläge gemacht: beispielsweise erst am Nachmittag zu öffnen. «Oder nicht mehr im Oktober, dafür an allen Adventssonntagen», verweist Jäggi auf diese Idee zweier Geschäftsleute.

Stephanstag «eher zu»

Nun, dieses Jahr werden die Solothurner Geschäfte wie zuletzt üblich am dritten und vierten Adventssonntag, also dem 13. und 20. Dezember, jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Am ersten Verkaufssonntag steht wiederum die beliebte Weihnachtsreise der Landes- und Freikirchen auf dem Programm, am zweiten kurvt das als Wienachtsbähnli betitelte HESO-Bähnli durch die Altstadt.

An sich öffnen dürften die Geschäfte auch an den beiden Samstagen, 26. Dezember (Stephanstag), und 2. Januar (Bärzelistag). «Die Stadt- und Gewerbevereinigung empfiehlt, am 26. Dezember geschlossen zu halten und am 2. Januar zu öffnen», erklärt Caroline Jäggi.

Dies wollen Stand jetzt 44 Stadtgeschäfte so handhaben. Dagegen sei ihr bekannt, dass Migros am Stephanstag ausscheren und öffnen werde. Ob Coop und Manor (Food) deshalb nachziehen würden, sei noch unsicher. «Doch wir werden den 26. Dezember nicht bewerben.»

Und der Märet?

Die Frage ist auch noch ungeklärt, wie weit der Wochenmarkt funktioniert – auch dessen Durchführung wäre grundsätzlich an beiden, für die Marktfahrer wichtigen Samstagen möglich. Die IG Màret habe sich jedenfalls erkundigt, wann die Geschäfte öffnen würden, so Jäggi. Deshalb ist wohl eher damit zu rechnen, dass am Bärzelis- nicht aber am Stephanstag Marktstände die Gurzeln- und Hauptgasse säumen.

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