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Sommerwetter vorbei: Heftiger Regen mit Hagel in der Region Solothurn

Am Montag brach ein kurzes aber dafür umso heftigeres Gewitter über die Region Solothurn herein. Entlang der Bordsteine in der Altstadt bildeten sich kleine Bäche und der Landhausquai stand zeitweise knöcheltief unter Wasser.

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Starker Regen überflutet den Landhausquai.
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Starker Regen überflutet den Landhausquai.
Starker Regen überflutet den Landhausquai.
Starker Regen überflutet den Landhausquai.

Starker Regen überflutet den Landhausquai.

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Innert kürzester Zeit brachen am Montag Regen und Hagel über die Stadt Solothurn herein.

In der Altstadt bildeten sich kleine Bäche entlang der Bordsteine und der Landhausquai, die Aarepromenade, stand zeitweise knöcheltief unter Wasser. Nach einer knappen Dreiviertelstunde war der Spuk schon wieder vorbei.

So währte auch die Überschwemmung des Landhausquais nicht lange. «Mittlerweile ist das Wasser wieder abgeflossen», meint Patrice Queiroz vom Restaurant Salzhaus einige Stunden nach dem Gewitter. «Der Innenbereich des Restaurants ist trotz der Überschwemmung trocken geblieben. Grosse Schäden haben wir keine davon getragen.» Schlimmstenfalls sei ein kleiner Schaden an den Sonnenschirmen oder den Stühlen draussen entstanden.

Auch das Restaurant Kreuz, welches wie das Restaurant Salzhaus direkt am Landhausquai liegt, hat das Gewitter unbeschadet überstanden. «Nach dem Regen ist das Wasser schnell wieder abgeflossen. Schäden haben wir durch das Unwetter keine erlitten», so Jana Krieg von der Genossenschaft Kreuz.

Ganz ohne Schaden zu verursachen ist das Gewitter allerdings doch nicht vorbeigezogen. «Wir haben aus der Region Solothurn einige Meldungen wegen überschwemmten Kellern erhalten», meint Melanie Schmid, Mediensprecherin der Kantonspolizei Solothurn. «Grössere Schadensmeldungen sind jedoch keine eingegangen.» (jvi)

Gewitter in der Schweiz: Keine grösseren Schäden

Über die Schweiz sind am Montagnachmittag teilweise heftige Gewitter mit Hagel und Sturmböen hinweggefegt. Grössere Schäden wurden keine bekannt.

Die ersten Gewitterzellen haben sich am Montagmittag über dem südlichen Jura, der Region Genf und dem Unterwallis entladen, wie der Wetterdienst meteonews mitteilte. Vereinzelt gab es auch Hagel, so etwa im Berner Seeland, im Raum Solothurn, Thun, Emmental und Entlebuch.

Neben Starkregen, Blitz und Donner gab es auch Sturmböen. Spitzenböen erreichten beispielsweise in der Stadt Luzern eine Geschwindigkeit von 92 Kilometer pro Stunde (km/h) oder in Wädenswil ZH und Boltigen BE je 90 km/h. In Luzern fielen innert zehn Minuten 14 Liter Regen pro Quadratmeter.

Trotzdem ging das Gewitter weitgehend glimpflich aus. Der Luzerner Kantonspolizei wurden nur wenige Vorfälle gemeldet. Vereinzelt seien Äste auf die Strasse gefallen oder Schachtdeckel durch das Wasser abgehoben worden.

In Neuenkirch-Hellbühl LU verursachte ein Blitz einen Fassadenbrand an einem Bauernhaus. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. In Emmenbrücke wurde ein Baugestell umgeweht. Verletzt wurde niemand.

Im Kanton Bern gingen rund 15 Meldungen bei der Polizei ein, die meisten aus dem Seeland. Neben Wassereinbrüchen habe es auch einige umgestürzte Bäume gegeben. In Mörigen beschädigte ein Blitz das Dach eines Gebäudes, wie die Polizei bekannt gab.

In der Bündner Hauptstadt Chur setzten die heftigen Regenfälle Unterführungen unter Wasser. In Chur West musste ein Personenwagen aus den Wassermassen gezogen werden. In Domat/Ems hatte das Gewitter zuvor Keller und Wohnungen überschwemmt.