Sicherheitshalber ein Griff in die Hosentasche oder ein Kontrollblick auf die Handtasche. Zwangsläufig vergewissert sich der eine oder andere Passant des Abendverkaufs plötzlich, ob er seine sieben Sachen immer noch beisammen hat. Zwar hatte er am Marktplatzstand der Stadtpolizei Solothurn keinen Grund, irgendwelche Langfinger zu befürchten.

Genau aber über solche Gefahren orientierten die Ordnungshüter. «Gegen Weihnachten hin nehmen die Fälle an Trickdiebstahl zu», sagt Martin Nobs, der zusammen mit Beat Zürcher – beides Quartierpolizisten – den Stand betreute.

Es geht schneller, als man denkt

Dabei blieb es nicht bei der rein theoretischen Aufklärung zum Thema: Urs Saner, Zauberer und Trickdieb-Experte, veranschaulichte die bunte Vielfalt, mit der Trickdiebe ihre Opfer in die Falle locken. So erfuhren einige interessierte Passanten am eigenen Leib, wie schnell sich beispielsweise die Handtasche ungemerkt einen neuen Besitzer sucht.

Ein Dreierteam ist «ideal»

«Häufig sind die Trickdiebe nicht allein unterwegs». Mit einem Lockvogel, der ablenkt, einem Dieb, der die Ware an sich nimmt, und einem – wie Saner sagt – «Briefträger» der das Diebesgut schliesslich in einer zweiten Tasche abtransportiert.

«Das kann mir nicht passieren, ich passe auf», behaupten viele, Das stellt auch Martin Nobs fest – und doch dürfte der eine oder andere nach diesem Standbesuch zu einem anderen Schluss gekommen sein...

Martin Nobs, Quartierpolizist der Stadtpolizei Solothurn, über Trickdiebstähle und Präventionsmöglichkeiten

Martin Nobs, Quartierpolizist der Stadtpolizei Solothurn, über Trickdiebstähle und Präventionsmöglichkeiten