Tourismus

Solothurns Betten sind sehr gefragt

Auch im neuen Hotel Bären blieben wenig Betten leer.

Auch im neuen Hotel Bären blieben wenig Betten leer.

Das sind gute Nachrichten für die Wirtschaft: Der Tourismus boomt in Solothurn - insbesondere bei den Stadtführungen und Hotelübernachtungen.

«Das beste Jahr überhaupt, noch besser als 2008» sei das Jahr 2010 für Solothurn in Sachen Logiernächte gewesen. Diese Frohbotschaft von Präsident René Hohl beherrschte die Generalversammlung von Region Solothurn Tourismus im Landhaus. Oder in Zahlen ausgedrückt: 120000 Gäste beherbergten im Vorjahr die Stadthotels, wobei dieses Plus von 3,6 Prozent auch auf das Hotel Bären zurückzuführen ist, das erstmals mit einem vollen Betriebsjahr die Gästebilanz aufpoliert hat.

Tourismusdirektor Jürgen Hofer konnte sogar noch nachdoppeln: «Phänomenal» hätten sich die Logiernächte bis jetzt im laufenden Jahr entwickelt – nochmals 3500 Gäste oder 17 Prozent mehr als im Vorjahr wurden bisher gezählt.

Morgenröte am Weissenstein?

«Das Tagesgeschäft läuft sehr gut», stellte wiederum René Hohl angesichts der über 1400 Stadtführungen 2010 fest. Im Jahresbericht verwies Jürgen Hofer auf weitere positive Fakten wie die 20000 Besucher an den Bike Days und sogar 22000 am slowUp vom Wochenende, die geplante Indienststellung eines neuen BSG-Schiffs, die ganztägigen Öffnungszeiten im aufgefrischten Tourist-Office oder die bewachte Velostation, die den «Prix Velo» erhalten hatte. Auch das neu eingeführte Hotelreservationssystem bewähre sich sehr gut, so der Direktor, der auch die grossen Themen der Zukunft erläuterte: die Kooperation mit der der 2012 startenden Tourismusregion Jura-Dreiseenland, «in der wir nicht nur ein geduldeter Juniorpartner sein wollen», oder die baldigen Resultate der touristischen Wertschöpfungsstudie.

Hofer erwartet vom Kanton Unterstützung für den Tourismus, die endlich «auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden müssen.» «Morgenröte am Weissenstein» sehen sowohl er wie auch Präsident Hohl, indem der Postauto-Kurs auf den Berg auch die diesen Sommer wieder fährt und das Kurhaus auf dieses Wochenende wieder eröffnet wird. «Fehlt nur noch die neue Gondelbahn», stellte René Hohl lakonisch fest – Stadtpräsident Kurt Fluri zeigte sich indessen «optimistisch» für den Fortgang des Bewilligungsverfahrens in Bern. Zum Weissensteingebiet ist zudem eine Freizeitstudie mit Einschluss des Balmbergs und den Grenchenbergen in Arbeit.

Rückstellungen fürs «Poschti»

Bei einem Ertrag von fast 1,5 Mio. Franken wurden aus dem Gewinn von 42000 Franken deren 40000 zurückgestellt – auch für ein allfälliges Postautodefizit am Weissenstein. Die grössten Einnahmeposten von Region Solothurn Tourismus sind die städtischen Beiträge von 416000 Franken, die Kurtaxen mit 303000 Franken, weitere 70000 Franken werfen die Stadtführungen ab. Vorstand und Präsident wurden einstimmig wiedergewählt, Markus Boss, der nach acht Jahren demissioniert hat, wird durch Hans Weber und Beat Rüfli ersetzt.

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