Stadtgeschichte
Solothurns 2000. Geburtstag kommt näher – geplant ist schon mal ein Buch

2020 soll es Solothurn seit 2000 Jahren gegeben haben. Dieses Stadtjubiläum soll gefeiert werden. In welcher Form ist allerdings noch völlig offen.

Wolfgang Wagmann
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Das barocke Solothurn mit seinen Schanzen steht beim geplanten historisches Buchprojekt nicht im Mittelpunkt.

Das barocke Solothurn mit seinen Schanzen steht beim geplanten historisches Buchprojekt nicht im Mittelpunkt.

Wolfgang Wagmann

Eine exakte Wissenschaft ist sie nicht, die Solothurner Stadtgeschichte. Denn eine schriftliche Urkunde zur Gründung von Solothurn existiert nicht, wie in den mittelalterlichen Städten. Aber alles spricht dafür, dass der Stadtboden seit den Anfängen eines römischen Vicus ständig besiedelt gewesen ist. Und da die ältesten römischen Keramikscherben im damaligen Salodorum einer Fertigungsphase zwischen 15 und 25 n. Chr. zugeordnet werden können, ist es nun amtlich: 2020 soll es Solothurn seit 2000 Jahren gegeben haben.

Vor 220 Jahren, im März 1798, begann die moderne Geschichte der Stadt, aber auch des Kantons Solothurn nach dem Franzoseneinmarsch, der das Ancien Régime wegfegte und mit einem Freiheitsbaum auf dem Märetplatz gefeiert wurde. Deshalb soll die Jubiläumsschrift auf die letzten 200 Jahre fokussiert sein.

Vor 220 Jahren, im März 1798, begann die moderne Geschichte der Stadt, aber auch des Kantons Solothurn nach dem Franzoseneinmarsch, der das Ancien Régime wegfegte und mit einem Freiheitsbaum auf dem Märetplatz gefeiert wurde. Deshalb soll die Jubiläumsschrift auf die letzten 200 Jahre fokussiert sein.

ZBS

Erster konkreter Schritt: «Neben verschiedenen noch zu planenden Feierlichkeiten und Festivitäten soll auch eine Jubiläumsschrift erscheinen», so die Botschaft seitens der Gemeinderatskommission GRK an den Gemeinderat, der nächsten Dienstag tagt.

Ein Fest wirds geben

In welcher Form dann 2020 das Stadtjubiläum gefeiert wird, ist noch völlig offen. Stadtschreiber Hansjörg Boll bestätigt auf Anfrage lediglich, dass die Planung der Festlichkeiten in der nächsten Zeit beginnen werden. «Wir müssen ein Ok zusammenstellen, damit wir dann auf 2019 budgetieren können», sieht er einen wohl einmaligen Posten im nächsten Budget auf die Stadt zukommen. Offenbar geistern auch schon erste Ideen herum, so möchten Musikreise aus der Stadt schon seit längerem ein grösseres Konzert auf der St.-Ursentreppe realisieren.

Noch bei vielen Solothurnerinnen und Solothurnern präsent ist das Jahr 1981, als der Kanton der 500-jährigen Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft gedachte. Obwohl es sich dabei um eine kantonale Angelegenheit gehandelt hatte, fanden doch die Schwerpunkte in der Kantonshauptstadt statt. So ein grosser Festumzug, der rund zwei Stunden lang an der Ehrentribüne auf dem Amtshausplatz vorbeiführte oder ein speziell von Silja Walter verfasstes Schauspiel, das mehrmals auf der St.- Ursentreppe gespielt wurde.

Vergesst die Ambassadoren!

Vor allem im damaligen Festumzug wurden viele klassische Bilder aus der 500-jährigen Geschichte bemüht – vom Auszug in die Schlacht von Dornach bis zu den Ambassadoren kamen Mittelalter und Barock reichlich zum Zuge. Jetzt soll als erstes Element der 2000-Jahr-Feier eine Jubiläumsschrift vor allem die jüngere und teilweise recht lückenhafte Stadtgeschichte aufarbeiten.

Denn vom 13. Jahrhundert bis zum Einmarsch der Franzosen am 2. März 1798 war Solothurn ein Stadtstaat gewesen, erst danach wurde mit der «Munizipalität» die Vorgängerin der heutigen Einwohner- und Bürgergemeinde geschaffen. Deshalb kommt man zum Schluss: «Alle unsere Institutionen, Behörden, Körperschaften, alle Gewerbe- und Industriebetriebe, das ganze Kulturleben und unser Brauchtum wurzeln im 19. und 20. Jahrhundert. Diese Dinge prägen unser heutiges Leben als Einwohner und machen unsere Stadt so lebenswert. Mit den Strukturen des Ancien Régimes vor 1798 verbindet uns abgesehen von der tollen Architektur eigentlich nichts mehr», so die Botschaft an den Gemeinderat. Wenn man also die Wurzeln des heutigen Lebens in Solothurn verstehen wolle, müsse man sich nicht in erster Linie mit Römern, Heiligen, Patriziern, Söldnern und Ambassadoren beschäftigen, sondern mit den heutigen Strukturen und Bräuchen, die alle im 19. und 20. Jahrhundert entstanden seien.

Bisher habe niemand die Energie aufgebracht, sich systematisch mit dieser jüngern Stadtgeschichte zu befassen. Viele Einzelthemen seien zwar aufgearbeitet und in Einzelpublikationen zumindest in Bibliotheken verfügbar. Aber: «Eine Gesamtsicht fehlt.» Mit der geplanten Schrift möchte man diese Lücke nun schliessen, so wird dieses «Geburtstagsgeschenk» als «sinnvoll und nachhaltig» beurteilt.

Wir werfen einen Blick ins Bildarchiv der Stadt Solothurn. Gestartet wird mit der Flösserei auf der Aare in Solothurn – hier vor der St.Georgs-Bastion. Die Bastion stand auf der Altstadtseite nahe der Wengibrücke.
87 Bilder
Auf dieser Zeichnung ist ebenfalls die St.Georgs-Bastion zu sehen. Allerdings aus der Richtung des Hafebar-Standortes. Der Hürligturm, die Wengibrücke, das 1378 zur Sicherung der Aarebrücke erbaute innere Wassertor oder Brückentor und die Bastion St. Georg, die Katzenstiegeschanze, mit dem Haffnerturm. Rechts vom Wassertor das Litzi-Gebäude.
Auf allen Seiten geschützt Die Federzeichnung von Johann Babtist Altermatt von 1833 zeigt die Bastion der Stadt Solothurn. Auf allen Seiten schützten Mauern, Gräben und Tore die Stadtbewohner.
Das Stadtmodell aus der Barockzeit, wie es heute im Museum Blumenstein zu bewundern ist
Das Bürgerspital in einer Ansicht aus dem frühen 19.Jahrhundert: Der Wandel zu einem «echten» Krankenhaus erfolgte erst relativ spät in seiner Geschichte.
Durchs Berntor musste jeder, wer von Süden in die Altstadt Solothurns wollte. 1877 wurde es abgebrochen.
Hier noch eine Aufnahme des Berntors von der anderen Seite
Ansicht der Stadt Solothurn um 1880 von Südwesten her
Diese Postkarte um 1900 zeigt das Steingrubenquartier Rechts ist das «Altweiberhaus», welches 1974 vom Kloster an die Einwohnergemeinde überging. Oberhalb ist der Steinbruch erkennbar.
Im heute noch bestehenden «Sternen» befand sich eine der ersten Brauereien in der Stadt Solothurn.
Die ehemalige Gärtnerei Wyss an der Gärtnerstrasse 21 um 1900
Werfen wir eine Blick in die Stadt: Hier geschäftiges Treiben auf der Hauptgasse um 1900.
Um 1900 gab es beim Bieltor noch keinen Fussgängerdurchgang, wie diese Postkarte zeigt. Dieser wurde erst 1918 gebaut.
So präsentierten sich die Häuser am Kronenplatz um 1880. In der Mitte befindet sich das alte Patrizierhaus der Familie von Vigier, welches 1916 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde.
So sah der fantasievolle Neubau aus. Die Balkone entsprachen aber nicht den geltenden Regeln der Denkmalpflege und wurden bei der Restaurierung 1972 wieder abgebaut.
Krone, Hauptgasse 62 und Jesuitenkirche
Friedhofplatz um 1900 Im kubischen Dachaufbau oben links hatte Apotheker und Naturforscher Josef Anton Pfluger seine Sternwarte eingerichtet. Pfluger war Gründer der Schlangenapotheke.
Vorstadt mit dem Restaurant Rosengarten um 1900
Das Kunstmuseum wurde 1900 eröffnet, 1902 präsentiert sich die gesamte Anlage so.
Das Turnschänzli war als Bastion St.Jean bekannt und wurde 1905 abgebrochen.
Im Jahr des Abrisses: Blick vom Turnschänzli auf die Stadt
Wechseln wir wieder in die Altstadt und schauen uns eine undatierte Aufnahme des St.Ursusbrunnens an
Der St.Mauritius-Brunnen beim Zeughausplatz
Das Hotel Roter Turm
Da ist schon mächtig was los: Blick vom Balkon des Hotels Krone auf den Märet im 1905
Festspiel-Umzug zum 13. Solothurner Kantonalen Gesangfest 1913
Kronenplatz mit St. Ursenkathedrale um 1910
Die Barfüssergasse um 1910
Das Kosciuszkohaus an der Gurzelngasse 12 um zirka 1910 1815 hatte hier der Freiheitsheld Tadeusz Kosciuszko Zuflucht gesucht. 1936 wurde im Haus für ihn ein Museum geschaffen.
Das Café Fédéral vor 1910. Die Front ist noch ebenmässig und der Dachstuhl gebrochen.
1910 wurde das Haus zum Geschäftshaus umgebaut – mit grossen Bogenschaufenstern, einem Erker, Balkonen und einem Dachgiebel. 1976 wurde die Ostfassade weitgehend wieder so rückgebaut, wie sie vor 1910 ausgesehen hatte.
Zurück zu den Anfängen: Seit 2015 ist hier die Brasserie Fédéral zu Hause
Das Rathaus in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts
Der Gerechtigkeitsbrunnen 1929
Das Restaurant Fuchsenhöhle an der Theatergasse musste wegen der Erweiterung des Stadttheaters 1925 weichen.
Der Amthausplatz mit der Hauptbank und dem Burristurm um zirka 1910-20
Der Amthausplatz um 1925 mit Brunnen und dem Amthaus I im Hintergrund
Die Wengibrücke mit der Hauptpost in den 1920er Jahren
Erbaut wurde das Gebäude 1894, abgerissen in den Jahren 1975/76. An seine Stelle kam ein Neubau.
Das Areal des Turnschänzli 1923 beim Start des Ballons Helvetia
1925: Blick von der Rötibrücke auf den Ritterquai mit dem Gaswerk Das Gaswerk wurde 1860 in Betrieb genommen.
Ritterquai 17: Das ehemalige Schützenhaus mit dem Schützenstand auf der Ostseite um 1916
Das Restaurant Wengistein – ursprünglich eine Bierbrauerei – am Eingang der Verenaschlucht.
Das Zetterhaus an der Bielstrasse 39 im Jahr 1925. Ursprünglich war es das Sommerhaus der Familie von Roll. Emil Robert Zetter vermachte es schliesslich der Einwohnergemeinde. 1956/57 wurde es zur Zentralbibliothek umgebaut.
Die Ersparnisskasse kurz vor seinem Abbruch 1930, heute steht an diesem Platz das Amthaus II
Das Chalet wurde zwischen 1860 und 1863 als Wirtshaus Helvetia erbaut. Es gab sogar eine Kegelbahn. Längere Zeit stand das Haus direkt an der Bahnlinie. Als diese verschoben wurde, verlor das Gasthaus Kundschaft. Wegen der Laubsägearbeiten wurde es später «Laubsägelihaus» genannt.
Eine Flugaufnahme der Stadt Solothurn um 1930
Das Bürgerspital wurde zwischen 1926 und 1930 erbaut. Das Foto zeigt den Gebäudekomplex 1931.
Die Badi 1934. Eröffnet worden war sie 1927. Es gab zwei nach Geschlechtern getrennte, kabinengesäumte Bassins. In der Mitte befand sich ein Überwachungsturm sowie Sprunganlagen.
Der Dornacherplatz im Jahr 1935
Der Burrisgraben im Jahr 1941
Die Gurzelngasse mit dem Nordmann
Hauptgasse 12, 14 und 16 vor dem Abbruch 1963
Blick die Friedhofgasse hinauf
Die Schmiedegasse im Jahr 1950
Der Rossmarktplatz um 1950
Der Solothurner Hauptbahnhof im Jahr 1950 Der heutige Westbahnhof war der erste Bahnhof der Stadt Solothurn. Der Hauptbahnhof wurde 1886 fertiggestellt. Im Gleichzug wurden eine Stadterweiterung südlich der Aare vorangetrieben.
1956 war der Bahnhofplatz noch deutlich enger und grüner als heute. Bäume standen an der heutigen Bushaltestelle, die Hotels Métropol (links) und Terminus (rechts) bewirteten Gäste. Das Terminus hatte noch einen Vorgarten.
Das Hotel Métropol an der Dornacherstrasse wurde 1897 erbaut und 1971 abgebrochen.
1955 brannte das Landhaus. Danach wurde es so aufgebaut, wie wir es heute kennen.
Blick auf den südlichen Teil der Altstadt und die Vorstadt
Die Kaffeerösterei Ötterli
Solothurn im Jahr 1965
Das Roamergelände 1965
Altstadt im Jahr 1970
Burristurm und Werkhofstrasse 1970
Der Bahnhof Solothurn um 1970. Da stand das Hotel Métropol noch.
Das 1974 eröffnete Bürgerspital Solothurn
Die Ecke Lagerhaus- und Poststrasse beim Westbahnhof liegt 1975 noch brach.
Das Früchtehaus an der Wengistrasse
Der Amthausplatz in den frühen siebziger Jahren vor dem Parkhausbau.
Der Amthausplatz nach der Umgestaltung im Sommer 1976.
Der Solothurner Hauptbahnhof nach der Restaurierung 1977
Der Solothurner Hauptbahnhof 1992
Solothurn 1979
1980, als die Überbauung Brunnmatt noch nicht farbig war
Voller Autos: Der Dornacherplatz, bevor 2002 das Parkhaus gebaut wurde
1982 war hier noch ein Schlachthaus
Das Gefängnis Schöngrün 1987 mit Fussballplatz
Bahnhof und Blaue Post 1986 Noch stehen die alten Nebengebäude und es gibt es keine Spur vom «Perron 1».
Blick auf die Stadt Solothurn von Westen 1987
1987 war hier die Autophon Aktiengesellschaft untergebracht
CIS-Hallen und Badi 1989. Der Athena-Komplex befindet sich im Bau.
Das Gebiet rund um die Kantonsschule 1989. Zu jenem Zeitpunkt befindet sich die Mensa im Bau. Das Schwimmbad ist in Betrieb.
1992 ist das Schulhaus Brühl noch im Bau
Athena 1992

Wir werfen einen Blick ins Bildarchiv der Stadt Solothurn. Gestartet wird mit der Flösserei auf der Aare in Solothurn – hier vor der St.Georgs-Bastion. Die Bastion stand auf der Altstadtseite nahe der Wengibrücke.

Solothurner Zeitung

Grenchen war ähnlich teuer

Das sahen im Grundsatz auch die GRK-Mitglieder so und beurteilten das geplante 400-Seiten-Werk (vgl. Kasten unten) durchaus positiv. Ein Punkt in der Diskussion waren – und dürften es auch im Gemeinderat sein - die Kosten. Man rechnet mit Bruttokosten von 540'000 Franken, wovon 60'000 Franken als Eigenleistung der Zentralbibliothek abgezogen werden. Dazu will die Stadt mit der Zentralbibliothek einen Generalunternehmer-Vertrag abschliessen, und diese wiederum arbeitet Unterverträge mit den vier vorgesehenen Autorinnen und Autoren aus.

Ein ähnliches Werk hatte in Grenchen 540'000 Franken gekostet, wobei das dortige Projekt extern vergeben worden war. Man rechnet jedoch mit einem Beitrag des Lotteriefonds im gleichen Rahmen wie in der Nachbarstadt, also mit rund 75'000 Franken. Der Verkaufserlös wird auf 10'000 Franken veranschlagt, und weitere Gesuche sollen an die Bürgergemeinde, die Däster-Schild-Stiftung sowie weitere potenzielle Geldgeber gestellt werden.

Zur Finanzierung soll nun der Gemeinderat einen Nachtragskredit zur Rechnung 2018 in der Höhe von 240'000 Franken sprechen, die gleiche Summe soll dann nochmals im Budget 2019 aufgenommen werden.

Und die Digitalisierung?

Bei reinen Herstellungskosten von 400'000 Franken ergibt sich ein Preis von 1000 Franken pro Seite. «Es handelt sich um einen mittelhohen Preis pro Seite für eine Publikation dieser Art», gab Verena Bider Auskunft auf eine entsprechende Frage aus dem GRK-Plenum. Ein weiterer Punkt, der mehrfach angeschnitten wurde, ist die Digitalisierung der Jubiläumsschrift, die als unumgänglich erachtet wurde. Allerdings – das war bei dieser Forderung allen bewusst – müsste mit der Digitalisierung von einigen Mehrkosten ausgegangen werden, zumal laut Bider bei Dokumenten, die digital zur Verfügung stehen, strengere Richtlinien gälten. Doch wird die Direktorin der Zentralbibliothek auf Antrag noch zusätzliche Offerten zur Digitalisierung einholen.

Fragen betrafen weiter das Layout – es soll in Köln erstellt werden – oder den Druck, bei dem ein Solothurner Unternehmen berücksichtigt wird. Auch wurden Stimmen zum Autoren-Team laut: So sollen qualitative Präferenzen höher als die lokale Herkunft gewichtet werden. Und auch Verena Bider betonte: «Es ist wichtig, dass gute Autorinnen und Autoren gefunden werden, die ihre Arbeit zudem termingerecht abliefern.»

Es geht um die letzten 200 Jahre Stadtgeschichte

Total 400 Seiten soll das Werk «Stadtgeschichte Solothurns im 19. und 20. Jahrhundert» umfassen. Die Projektleitung hat Verena Bider, Direktorin der Zentralbibliothek Solothurn, inne. Fachlich begleitet wird sie von Erich Weber, Konservator des Museums Blumenstein. Vier Autorinnen und Autoren sollen auf Mandatsbasis und allenfalls unter Zuzug von Subautoren für die insgesamt neun Themenblöcke besorgt sein. Zu den 360 Textseiten kommen 40 Seiten Illustrationen, Grafiken, Karten und Register.

Die Themenblöcke gliedern sich in eine ereignisgeschichtliche Chronologie, ein Kapitel über die Aufgaben und Organisation der Stadt sowie die politische Entwicklung der Einwohner- und Bürgergemeinde. Diese drei Themenblöcke sollen dem ersten Autor zugeordnet werden. Eine weitere Autorin oder ein Autor befassen sich mit dem Thema «Wirtschaft und Finanzen». Zu jedem Thema sind auch Kästen geplant, in diesem Fall Firmenporträts oder Porträts von interessanten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft. Mit 60 Seiten handelt es sich eines der umfangreichsten Kapitel. «Bevölkerung, Fürsorge und Gesundheit» mit Spezialthemen wie die Drogenszene der Neunziger-Jahre, dann aber auch das Kapitel «Sicherheit, Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt» werden ebenfalls dieser Autorin oder diesem Autor zugeordnet.

Über 120 Seiten soll sich ein drittes Themenfeld erstrecken. Ein erstes ist der Religion gewidmet und beleuchtet neben den verschiedenen Religionsgemeinschaften auch Solothurn als Bischofssitz. Unter «Erziehung und Bildung» wird die Entwicklung des Schulwesens aufgezeigt.

Ebenfalls mit 60 Seiten nimmt der neunte Themenblock «Kultur, Sport und Freizeit» breiten Raum ein. Neben der Entwicklung des städtischen Kulturlebens und dessen Infrastruktur wird auch der Sport thematisiert. Dazu aber auch ganz allgemein das gesellschaftliche Leben der Stadt mit der Geschichte von Beizen, Bars, Restaurants und Brauereien sowie der Genossenschaften.

Geplant ist eine Auflage von insgesamt 800 Exemplaren, die Ende 2019 erscheinen sollen. (ww)