Fernsehfilmpreis
Solothurnerin wird für Rolle im Rollstuhl mit Spezialpreis ausgezeichnet

Die Solothurnerin Annina Euling wird an den Solothurner Filmtagen mit einem Spezialpreis des Schweizer Fernsehfilmpreises ausgezeichnet.

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Annina Euling spielt in «Weglaufen geht nicht» Elodie.
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Annina Euling in «Weglaufen geht nicht»
Annina Euling stammt aus Solothurn. Sie ist die Tochter von Schauspielerin und Regisseurin Barbara Grimm, die am TOBS beschäftigt ist.
Euling wohnt in Zürich und Berlin

Annina Euling spielt in «Weglaufen geht nicht» Elodie.

zvg

Die «Schweizer Fernsehfilmpreise» ehren Schauspielerinnen und Schauspieler in Fernsehfilmproduktionen. Die Auszeichnung ist mit je 10'000 Franken dotiert. Dieses Jahr dürfen Anna Pieri und Thibaut Evrard für ihre Hauptrollen in «Double vie» den Schweizer Fernsehfilmpreis entgegen nehmen. Als bester Nebendarsteller wird Beat Marti in «Amur senza fin» im Rahmen der 54. Solothurner Filmtage ausgezeichnet.

Auch eine Solothurnerin wird ausgezeichnet. Annina Euling erhält den Spezialpreis der Jury für ihre Rolle in «Weglaufen geht nicht» von Markus Welter. Darin spielt sie Elodie, die nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist.

Annina Euling ist die Tochter von Barbara Grimm, die beim Theater Orchester Biel Solothurn engagiert und als Schauspielerin sowie Regisseurin tätig ist. Euling, die im Februar 28 Jahre alt wird, gab bereits mit fünf Jahren ihr Bühnendebüt am Theater Freiburg. 2004 spielte sie 13-jährig ihre erste Fernsehrolle in der SRF-Produktion «Schönes Wochenende».

Es folgen u.a. Rollen in den Kinofilmen «Happy New Year» von Christoph Schaub, «Über-Ich und Du» von Benjamin Heisenberg und «Der Läufer» von Hannes Baumgartner, der im Programm der 54. Solothurner Filmtage zu sehen ist. Des Weiteren wirkte sie in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, darunter «Tatort» und «Der Bestatter».

Die 54. Solothurner Filmtage zeigen «Weglaufen geht nicht» zu Ehren von Annina Euling am Samstag, 26. Januar.

Die feierliche Preisverleihung findet am Sonntag, 27. Januar 2019 um 17.15 Uhr in der Reithalle statt, moderiert von der Schauspielerin Charlotte Heinimann. Im Anschluss wird «Amur senza fin» gezeigt. (mgt/ldu)

Die Ausgezeichneten

Beste Hauptdarstellerin und bester Hauptdarsteller

Anna Pieri und Thibaut Evrard erhalten die Auszeichnungen für ihre Interpretationen von Nina Canonico und Robin Favre im RTS-Sechsteiler «Double vie» von Bruno Deville. Die Serie wird derzeit auf RTS Un ausgestrahlt und an den 54. Solothurner Filmtagen wird sie am Sonntag, 27. Januar integral gezeigt.

Anna Pieri wurde in Bern geboren und wuchs in einer multikulturellen Familie auf. Sie widmete sich als Pianistin zu Beginn ihrer Karriere der Musik, um dann Schauspielerin zu werden. Heute ist sie fürs Kino, Fernsehen und Theater tätig. Anna Pieri spielt auf Französisch, aber auch auf Deutsch und Italienisch. Auf der Leinwand war sie bisher in Filmen von Alain Tanner, Pierre-Adrian Irlé, Elena Hazanov, Ted Tremper, Romain Graf, Nicole Borgeat oder Daniel von Aarburg zu sehen.

Thibaut Evrard studiert am Conservatoire national supérieur d’art dramatique in Paris und an der Manufacture in Lausanne (Haute École des Arts de la scène de Suisse Romande). Er spielte bisher in Filmen von Maïwenn, Wim Wenders, Delphine Lehericey und in den Fernsehserien «Borgia», «Le Tunnel» oder «Trepalium». Am Theater arbeitet er mit Karim Bel Kacem, Cosme Castro und Jeanne Frenkel, Vincent Macaigne, Krystian Lupa und dem Komiker Vérino zusammen.

Bester männlicher Nebendarsteller

Der Bündner Beat Marti wird für die Rolle des Urs im rätoromanischen Fernsehfilm «Amur senza fin» ausgezeichnet. Nach dem Schauspielstudium an der Hochschule für Theater in Zürich und Engagements an renommierten Theatern etabliert sich Beat Marti in Deutschland und in der Schweiz durch mehrere Film- und Fernsehproduktionen. Für seine Rolle in «I was a Swiss Banker» (Regie: Thomas Imbach) wird er 2008 als bester Darsteller für den Schweizer Filmpreis nominiert. Beat Marti lebt seit 1998 in Berlin.