Schwindel
Solothurnerin entlarvt Betrüger - dank Hund

Elisabeth Gautschi wäre letzte Woche beinahe Betrügern auf den Leim gegangen. Nur ein Hund bewahrte die 64-jährige Solothurnerin davor, 60'000 Franken zu verlieren.

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Elisabeth Gautschi bekommt ein Küsschen vom Hund ihrer Freundin Daniela (links). Weil sie nach dem Namen des Hundes fragte, flog die Betrügerin auf.

Elisabeth Gautschi bekommt ein Küsschen vom Hund ihrer Freundin Daniela (links). Weil sie nach dem Namen des Hundes fragte, flog die Betrügerin auf.

Tele M1

Eine Frau mit süddeutschem Akzent rief Elisabeth Gautschi eines Tages an. Die Solothurnerin war überzeugt, mit Daniela - einer ihrer besten Freundinnen - zu sprechen. Diese lebt im Süddeutschen. Die vermeintliche Freundin gab an, ihre Eigentumswohnung überschreiben zu wollen, wie «20Minuten» berichtet. Dafür sei sie bei einem Anwalt in Zürich und müsse eine Anzahlung von 60'000 Franken leisten.

Es hätte jedoch etwas nicht geklappt mit der Überweisung des Geldes von der einen auf die andere Bank. «Nur du kannst mir jetzt helfen», appellierte die vermeintliche Freundin an die Solothurnerin. «Wenn du es nicht tust, platzt der Deal, und ich verliere viel Geld.» Der «Anwalt» von «Daniela» versprach Elisabeth Gautschi, dass alles vertraglich festgehalten und notariell beglaubigt werden würde. Das Geld - so wurde ihr versprochen - sollte sie schon nach einem Tag wieder zurückerhalten.

So begab sich die 64-Jährige zur Bank und hob das geforderte Geld ab. Die misstrauische Bankangestellte konnte sie nicht stoppen. Erst als ihr Bankberater sich telefonisch meldete und sie vor dem Betrug warnte, kehrte Gautschi um und brachte die 60 Tausendernoten zurück.

«Danielas» Geschichte glaubte sie trotzdem noch. Ihr täte es leid, dass die Bank ihr das Geld nicht geben wollte, erzählte die Solothurnerin dann auch «Daniela», als diese erneut anrief. Elisabeth Gautschi wollte dann aber trotzdem Gewissheit. «Ich bat sie, mich auf dem Handy anzurufen», sagt sie «20Minuten». «Doch sie sagte, sie habe ihr Mobiltelefon nicht dabei. Das kommt bei meiner Freundin eigentlich nicht vor.» Gautschi fragte nach dem Namen von Danielas Hund. Die Frau am Telefon wusste ihn nicht und legte auf.

So sorgte schlussendlich ein Hund dafür, dass der Schwindel scheiterte.

Die Kantonspolizei Solothurn bestätigt den Vorfall, der am 8. August gemeldet worden war, auf Anfrage. Die Polizei rät, stets skeptisch zu sein und mit einer vertrauten Person Rücksprache zu halten. (ldu)

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