Solothurner Wetter
Viel Sonnenschein und wenig Regen zum Frühlingsauftakt

Der April macht was er will, das bekommen wir gerade wieder zu spüren. Aber wettermässig können sich die Solothurnerinnen und Solothurner trotzdem nicht zu sehr beklagen: Der Frühlingsauftakt war sonnig und trocken.

Wolfgang Wagmann
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Im Moment frösteln wir wieder, aber der März war alles in allem sehr trocken und sehr sonnig.

Im Moment frösteln wir wieder, aber der März war alles in allem sehr trocken und sehr sonnig.

Patrick Luethy

Der März brachte vor allem in der zweiten Monatshälfte viel Sonnenschein, aber insgesamt deutlich zu wenig Regen. Die 71 Liter oder Millimeter pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz machen nur gut die Hälfte des Monatssolls aus. Und in der Stadt Solothurn waren es sogar noch 20 Liter weniger.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 6,2 Grad über die 31 Tage hinweg hielt sich der erste Frühlingsmonat knapp im üblichen Rahmen – er war aber ebenfalls ein halbes Grad «zu warm». Der Monat startete sehr sonnig – allerdings noch mit Nachtfrost. Leicht labil zeigte sich die Wetterlage zum Ende der ersten Märzwoche mit einem Mix aus Bise, Hochnebel, ein paar Regentropfen und einzelnen verirrten Schneeflocken.

Noch einmal Winter auf dem Weissenstein

Ab dem 8. März setzte sich dann die Sonne wieder besser in Szene, doch so richtig frühlingshaft warm mochte es vorerst noch nicht werden. Bis zur Monatsmitte sah die Region dann die regenreichste Phase, denn fast der ganze Märzen-Niederschlag fiel zwischen dem 10. und 15. März.

Zuerst als Regen, dann zunehmend auch mit Schnee-Episoden bis in die Stadt hinunter durchmischt. Das bisschen Neuschnee hielt sich in Solothurn zwar nicht, doch auf der ersten Jurakette zog für gut zehn Tage wieder ein beinhartes Winter-Regime ein. Bis am 22. März blieben auch im Aaretal die Temperaturen durchwegs im einstelligen Bereich, «angereichert» noch durch frostige Nächte.

Ein fast sommerlicher Endspurt

Die letzten neun Tage des Monats dominierte die Sonne fast uneingeschränkt, sieht man von einem nächtlichen Regenguss vom 26. auf den 27. März ab. Die Temperaturen erreichten nun Tagesmaxima von schon fast frühsommerlichen 24 Grad und die Jurahöhen aperten rasch aus. Just auf die Ostertage trübte jedoch ein Kaltlufteinbruch mit einer ruppigen Bise vor allem am Karsamstag das erste Grillfeeling in den Solothurner Gärten. Immerhin schien die Sonne fast durchweg, und das Thermometer erreichte nochmals zweistellige Werte.

Das hat sich nun grundsätzlich geändert: Der Frühling muss nochmals dem Spätwinter Platz machen, und zwar ziemlich gründlich. Nicht der grosse Schnee ist (vorerst) das Thema, sondern die bitterkalten Nächte, die der zuletzt erblühten Vegetation in den nächsten Tagen arg zusetzen dürfte. Pflanzenschutz wird so nochmals zum ganz grossen Thema! Und leider zeigen die mittelfristigen Modelle derzeit schon fast ein Horrorszenario: Aufs Wochenende hin könnte es nochmals weiss bis ins Aaretal werden, und nach einer kleinen «Warmphase» in der nächsten Woche scheinen weitere Vorstösse polarer Kaltluft dem April einen Pelzmantel zu verpassen. Insgesamt bleibt die Niederschlagsneigung jedoch eher gering – die aktuelle Frühlingstrockenheit dürfte sich damit also noch akzentuieren.