De-Vigier-Stiftung
Solothurner Vigier-Stiftung greift Jungunternehmern unter die Arme

Bereits zum 24. Mal hat heute in Solothurn die De-Vigier-Stiftung Förderpreise für Schweizer Jungunternehmen vergeben. Das Preisgeld beträgt je stolze 100‘000 Franken.

Franz Schaible
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Die Preisverleihung fand im Sommerhaus De Vigier in Solothurn statt
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Das Publikum ist zahlreich erschienen
Jean-Pierre Vuilleumier, Geschäftsführer der Stiftung
Gastreferent Felix Grisard, Verwaltungsrats-Präsident Hiag Immobilien
Stiftungspräsident Moritz Suter
Verleihung des Jungunternehmerpreises 2012 der Stiftung De Vigier
Jan Wurzbacher, Dominique Kronenburg und Christoph Gebald von Climeworks zusammen mit Jean-Pierre Vuilleumier
Gastreferent Felix Grisard, Verwaltungsrats-Präsident Hiag Immobilien und Stiftungspräsident Moritz Suter
Nach der Verleihung gab es die Gelegenheit, sich auszutauschen
Der Aargauer Thomas Knecht wurde als Unternehmerförderer des Jahres ausgezeichnet.
Für musikalische Unterhaltung war gesorgt

Die Preisverleihung fand im Sommerhaus De Vigier in Solothurn statt

Felix Gerber

Die Starthilfe für Jungunternehmen wurde vor 25 Jahren von Unternehmer William de Vigier, der dieses Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, ins Leben gerufen. Seit 1989 unterstützt die W.A. de Vigier Stiftung jedes Jahr Start-up-Firmen mit je 100‘000 Franken, dieses Jahr also zum 24. Mal.

Dieses Jahr wurden nicht wie gewöhnlich fünf, sondern deren sieben Firmen preisgekrönt. Grund ist das 25-jährige Bestehen der Stiftung. Nebst den fünf „normalen" Förderpreisen gab es einen Jubiläumspreis sowie erstmals einen Preis der Preisträger, gespendet von ehemaligen Preisträgern.

Von Biotech bis Handyapplikation

Gewinner der fünf Förderpreise sind: Die Firma Sanovation in Rümlang will mit dem Online-Tagebuch „catchmypain" die Odyssee von Patienten mit chronischen Schmerzen beenden. Ebenfalls im Biotech-Bereich tätig sind die Firmen ProteoMediX in Schlieren und Virometix in Zürich. Der ETH-Spin-Off ProteoMediX will mit einem neuen Test die hohe Rate an Fehldiagnosen bei der Entdeckung von Prostata-Krebs reduzieren. Die Firma Virometix hat einen rein synthetischen Impfstoff entwickelt, mit dem sie als Erstes die Pneumokokken bekämpfen will. Das Zürcher Unternehmen Uepaa(!!) tüftelt an einer Handyapplikation für Bergsportler, die auch in einem Funkloch Alarm auslöst, und das Berner Start-up-Unternehmen Xovis hat einen Personenzählsensor entwickelt, der verhindern soll, dass an einem Schalter Warteschlangen entstehen.

Nina Geib - Virometix AG Vitrometix hat einen synthetischen Impfstoff entwickelt, mit dem sie als Erstes die Pneumokokken bekämpfen will.
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Mathias Haussmann - Uepaa(!!) Swiss Alpine Uepaa(!!) will eine Handyapplikation für Bergsportler entwickeln, die auch in einem Funkloch Alarm auslöst.
Ralph Schiess - ProteoMediX AG ProteoMediX will einen Test auf den Markt bringen, der die hohe Rate an Fehldiagnosen und damit unnötige Biopsien reduziert.
Daniel Lawniczak - Sanovation AG Mit «Catchmypain» erhalten Patienten mit chronischen Schmerzen eine Web-Plattform, auf der sie anonym ihr persönliches Online-Tagebuch führen können. Anhand eines grafisch dargestellten Schmerz - bzw. Zufriedenheitsverlaufs, sehen sie dann, welche Medikamente oder Therapien die Leiden linderten oder verstärkten.
David Studer - Xovis AG Xovis hat einen Personenzählsensor entwickelt, der betriebliche Abläufe optimieren hilft: Er analysiert Bewegungen und rechnet Wartezeiten aus. Der Sensor basiert auf Videoaufnahmen, übermittelt aber nur anonyme Zähldaten.
Colin Sanctuary - QGel SA Das Lausanner Unternehmen QGel hat ein Gel weiter entwickelt, in dem Forscher das Wachstum von Tumorzellen beobachten und gezielt beeinflussen können. Für die Beobachtung der Zellen bedient sich das Unternehmen modernster 3D-Mikroskopie und automatischer Bildanalyse. So kann die Wirkung verschiedener Medikamente an hunderttausende von Zellen gleichzeitig untersucht werden.
Chrisptoph Gebald - Climeworks GmbH Climeworks hat eine Technologie entwickelt, die das klimaschädliche Kohlendioxid aus der Atmosphäre extrahiert, also die Luft von CO2 reinigt Die von Climeworks entwickelte Apparatur kann das gewonnene CO2 auch wieder nutzbar machen.

Nina Geib - Virometix AG Vitrometix hat einen synthetischen Impfstoff entwickelt, mit dem sie als Erstes die Pneumokokken bekämpfen will.

Zur Verfügung gestellt

Den Jubiläumspreis erhält das Lausanner Biotech-Unternehmen QGel, das neuartige Zellanalysen für die individuelle Krebsbehandlung entwickelt. Der Preis der Preisträger geht an das Clean-Tech Unternehmen Climeworks in Zürich. Der ETH-Ableger hat eine Technologie entwickelt, mit der sich CO2 aus der Luft filtern lässt.

8,3 Millionen Franken ausgeschüttet

Seit der Gründung der Stiftung wurden 83 Jungunternehmen mit insgesamt 8,3 Millionen Franken unterstützt, Jean-Pierre Vuilleumier, Geschäftsleiter der Stiftung, schätzt, dass von dem prämierten Unternehmen noch deren 70 Prozent aktiv am Markt sind. Vier Firmen seien inzwischen verkauft worden. Nur 30 Prozent der Gewinner hätten aufgegeben.