Alljährlich legen die Sozialen Dienste in ihrem Reporting Rechenschaft für die Leistungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres ab – dies mit je neuem thematischen Schwerpunkt. Nach dessen Einführung und Konsolidierung ist heuer die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) an der Reihe.

Die Sozialen Dienste Solothurn bieten beispielsweise Hand bei Sachverhaltsabklärungen, Sozialberichten oder bei der Führung von Mandaten. Diese Zusammenarbeit mit der Kesb beurteilt die Leiterin der Sozialen Dienste Domenika Senti als «gut». So werden die Empfehlungen des Abklärungsdienstes der Sozialen Dienste von der Kesb «in praktisch allen Fällen übernommen und umgesetzt.»

Insgesamt konnten 2016 63 Abklärungsaufträge abgeschlossen werden (2015: 98), während am Ende des Jahres noch 16 pendent waren (2016: 13). Insgesamt wurden 2016 323 Beistandsmandate geführt (2015: 353).

70 Asylsuchende aufgenommen

Über den thematischen Fokus hinaus enthält der Sozialreport jeweils auch wichtige Kennzahlen übriger Leistungsbereiche. Die städtische Sozialhilfequote liegt leicht höher als der kantonale Durchschnitt von 3,5 Prozent (2015) und dennoch weit unter den Werten der anderen Städte Olten und Grenchen. Dies wird auf eine andersartige Bevölkerungsstruktur und andere Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt zurückgeführt.

Die städtischen Sozialhilfekosten waren in den Jahren 2014 und 2015 leicht rückläufig, zogen aber 2016 wieder deutlich an: von 5,8 auf 6,6 Mio. Franken. Dafür seien mehrere Faktoren verantwortlich, mitunter die Lage auf dem Arbeitsmarkt, Anpassungen bei vorgelagerten Unterstützungsleistungen oder Lohneinkünfte.

Ein strukturiertes und normiertes Intake (Aufnahmeprozedere bei Antragstellern für Sozialhilfe) soll den Kosten entgegenwirken: So wird eine Unterstützungsbedürftigkeit bei lediglich 65 Prozent aller Antragssteller festgestellt. Gerade aber die Fallentwicklung und die Zunahme von Langzeitdossiers seien ernstzunehmen.

Weiter beschäftigt sich der Sozialreport auch mit der Entwicklung der Asylsuchenden-Zahlen: 105 Personen, davon ein Rückstand von 30 Personen aus Vorjahren, sollten im Jahr 2016 in Solothurn aufgenommen werden. Da aber die geopolitischen Flüchtlingsströme abnahmen, wurde der Wert auf 59 herunterkorrigiert. Aufgenommen wurden letztlich 70 Personen. (ak)