Filmtage
Solothurner Schauspielerin: «Als Kind war ich begeistert von Ronja Räubertochter»

Sarah Hostettler ist an den 51. Solothurner Filmtagen gleich in zwei Produktionen zu sehen. Die Solothurner Schauspielerin im Kurzinterview.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Sarah Hostettler

Sarah Hostettler

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Sarah Hostettler, wer begeisterte Sie als junge Frau für Theater/Film?

Als Kind war ich begeistert von Ronja Räubertochter und der Mini Playback Show. Als Jugendliche hätte ich nie zugegeben von etwas begeistert zu sein. Ich war dann doch Teil des Theaters Mausefalle Solothurn und habe mich im Stillen darüber gefreut.

In Ihrer Biographie erwähnen Sie noch andere Traumberufe. Warum ist es die Schauspielerei geworden?

Ich war schon immer an sehr vielen Dingen interessiert und meine Fähigkeit zu Wünschen hat nie nachgelassen. Lange Zeit glaubte ich daran alle meine Wünsche umsetzen zu können. Mit der Zeit musste ich akzeptieren, dass meine Talente beschränkt sind und aus mir z.B. keine Neuropsychologin mehr wird. Die Schauspielerei ist es wohl geworden weil ich hier an meinem Glauben zu Wünschen festhalten kann.

Was ist Ihnen wichtig, als Schauspielerin zu verkörpern? Anders gefragt, wie wählen Sie Ihre (Film)- Rollen aus?

Die Frage ist für mich vielmehr wie erarbeite ich eine Figur, damit sie für mich, meine Mitarbeiter und die Zuschauer spannend wird. Ich versuche Figuren nicht zu bewerten, sondern in ihrem Handeln zu verstehen, um sie in mein Wertesystem integrieren zu können. Natürlich gibt es bestimmte Themen, die mich mehr anspringen, die ich einfacher verstehe. Aber die Faszination meines Berufes ist es für mich nicht das zu wiederholen was ich eh schon kenne, sondern über Figuren neue Denk- und Handlungsweisen kennenzulernen und mich dadurch weiterzubilden.

Wie gehen Sie mit Erfolg um? Geniessen Sie das, oder ist es eher «lästig». (Zum Beispiel auch so ein Besuch an einem Filmfestival, den Solothurner Filmtagen)

Ich freue mich riesig darüber, dass ich mit zwei Spielfilmen an den Solothurner Filmtagen vertreten bin! Ich bin ja aus Solothurn! Mit diesem, meinem persönlichen Erfolg kann ich sehr gut umgehen! Die Frage, im Sinne des medialen Erfolges zu beantworten, finde ich viel schwieriger. Denn es bedeutet, dass ich entscheiden muss wie ich als öffentliche Person auftrete. Als diese oder jene Figur aufzutreten fällt mir leichter, denn die Figur bietet mir Schutz. Die Öffentlichkeit nicht.

Woran arbeiten Sie momentan?

An mir als öffentliche Person..

Sind Sie eine «treue» Solothurner Filmtage-Besucherin?

Als Jugendliche war ich den Filmtagen sehr treu! Ich arbeitete als Kartenabreisserin und versuchte so viele Filme als möglich zu sehen, manchmal auf Kosten von Schulstunden...Durch meine Arbeit am Theater in den letzten acht Jahren war es mir leider nicht mehr so oft vergönnt hier zu sein. Theatervorstellungen lassen sich schwer schwänzen..!

Sarah Hostettler ist zu sehen in: «Sag mir nichts» in der Reihe Rencontre Ursina Lardi am Freitag, 22.1. 20.30 Uhr im Landhaus; im «Tatort – Ihr werdet gerichtet» am Dienstag, 26.1., 11.45 Uhr im Canva Blue.

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