Solothurn
Solothurner sammelten am Fest einen grossen Batzen für die Vorstadtkirche

Die Bruderschaft Sanctae Margarithae lud zum grossen Vorstadtfest. Unter die zahlreichen Besuchern mischten sich auch einige Prominente. Esther Gassler servierte im Bürgerkeller und Remo Ankli liess sich durch die Kirche führen.

Katharina Arni-Howald
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Das Vorstadtfest ist ein Fest für die ganze Familie
20 Bilder
Das Vorstadtfest ist ein Fest für die ganze Familie
Gemütliches Beisammensitzen bei Speis und Trank
Das kulinarische Angebot reicht von der Bratwurst bis zum Thai-Curry
Die Bratwurst gehört zu jedem Fest
Leckere Speisen aus asiatischen Kochtöpfen
Bei Speis und Trank gemütlich zusammensitzen
Vorstadtfest in Solothurn
An der Promibar unterhält sich Regierungsrat Remo Ankli mit den Festbesuchern
Die Promibar
Kichenführung mit Heidi Grolimund
Bei der Kirchenführung können die Besucher vieles über die Gesdhichte der Spitalkirche erfahren
Heidi Grolimund bei der Kirchenführung
Bei der Brocante ist für jeden Geschmack etwas dabei
Bei der Brocante ist für jeden Geschmack etwas dabei
Bei der Brocante ist für jeden Geschmack etwas dabei
Bei der Brocante ist für jeden Geschmack etwas dabei
Bei der Brocante ist für jeden Geschmack etwas dabei
Bei der Brocante ist für jeden Geschmack etwas dabei
Bei der Brocante ist für jeden Geschmack etwas dabei

Das Vorstadtfest ist ein Fest für die ganze Familie

Hanspeter Bärtschi

«Es ist noch verfrüht, über Zahlen zu reden, aber wir haben unser Ziel sicher erreicht», fasste Claude Tschanz nach einem intensiven Tag in Kürze zusammen. Der OK-Präsident hat, unterstützt von zahlreichen Helfern, das Vorstadtfest im Oberen Winkel organisiert und bei schönstem Nachsommerwetter zahlreiche Menschen in die «mindere» Stadt gelockt.

Dass ein grosser Batzen für die Sanierung der Vorstadtkirche in die Stiftungskasse der Bruderschaft Sanctae Margarithae fliessen wird, ist auch einem tags zuvor durchgeführten Benefiz-Dinner zu verdanken, an dem 85 Geniesser teilnahmen.

Wesentlich am Erfolg beteiligt sind aber auch die Ausländervereine vom Alten Spital und die kleinen, aber feinen Restaurants im Oberen Winkel, die mit ihren fremdländischen Spezialitäten für ein wahres Schlaraffenland sorgten.

All jene, die sich nicht auf Exotisches einlassen wollten, verwöhnten ihren Gaumen mit einer Berner Rösti, Älplermagronen oder einer Bratwurst. Die «Sonne» hatte ihren Gastbetrieb kurzerhand in den Winkel verlegt – mit Erfolg, wie sich herausstellte.

Smalltalk mit Politschwergewichten

Wer sich einen Schwatz mit Profis gönnen wollte, stieg hinunter in den Bürgerkeller. Mit einer prächtigen Rose im Knopfloch zeigten sich die Politiker den Bürgern einmal von einer anderen Seite. «Es ist nicht das erste Mal, dass ich in diese Rolle schlüpfe», meinte Regierungsrätin und Barkeeperin Esther Gassler, während sie die Tische säuberte, Apéronüssli nachfüllte und Gläser mit Bürgerwein füllte. «Es ist wunderbar, weil die Arbeit hier einem guten Zweck dient», schwärmte sie.

Eher als Newcomer bezeichnen könnte man dagegen Remo Ankli, der sich zurzeit noch an die Gepflogenheiten der städtischen Bevölkerung herantasten muss und auch in Bezug auf das städtische Gemäuer offensichtlich noch Nachholbedarf hat. Stadtführerin und OK-Mitglied Maja von Gunten jedenfalls packte die Gelegenheit und machte mit dem neuen Bildungs- und Kulturdirektor kurzerhand eine Spezialführung durch die Bruderschaftskirche, für deren Innensanierung man an diesem Tag zusammenkam.

Bewusst ein kleines Fest

«Wir haben gewusst, dass noch zahlreiche andere Aktivitäten stattfinden. Um kein Risiko einzugehen, planten wir bewusst ein Fest im kleineren Rahmen», hielt Claude Tschanz weiter fest. Zu diesem kleineren Fest gehörte auch eine im Namen der Bruderschaft Sanctae Margarithae durchgeführte Brocante des Domchores, die, wie man munkeln hörte, einige Trouvaillen in sich barg.

«Die Kirche hat ein bis zwei Pinselstriche nötig», überzeugte Stadtführer Max Wild die Teilnehmer der Kirchenführungen von der Dringlichkeit der Innensanierung des historischen Gebäudes. Das allerdings stand nur beschränkt im Vordergrund, als die Blaskapelle Konkordia, ein Ehrenverein der Bruderschaft, die Gäste mit einem Ständchen erfreute und beinahe Chilbi-Stimmung aufkam.

Ansonsten sass man bis tief in die Nacht im offenen Festzelt zusammen, erzählte sich Quartiergeschichten, liess Bier und Bürgerwein die Kehle hinunterfliessen und freute sich über die laue Spätsommernacht und die Gäste aus der «mehreren» Stadt, die den Weg in die Vorstadt gefunden hatten, um das Anliegen zu unterstützen. Ob das bisher gesammelte Geld ausreicht, steht noch in den Sternen, aber eines ist klar: Die Sanierung der Kirche muss an der nächsten Bruderschafts-Chilbi abgeschlossen sein.