Zivilschutz
Solothurner rücken aus, um die Walliser Wasser zu bändigen

Einen Teil des Trainings absolviert die Regionale Zivilschutzorganisation Solothurn jeweils im Wallis. Eine Woche lang greift man der Gemeinde Eggerberg unter die Arme.

Silvano Cerutti
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Solothurner Zivilschützer beim Arbeitseinsatz im Wallis.

Solothurner Zivilschützer beim Arbeitseinsatz im Wallis.

scs

Man kann es bereits eine Tradition nennen. Einmal jährlich leistet die Regionale Zivilschutzorganisation Solothurn (RZSO) einen Einsatz in der Walliser Gemeinde Eggerberg. Diesmal legen 19 Mann unter Kommandant Martin Allemann Hand an, und das mit dreifachem Nutzen: Die Arbeiten werden unter Anleitung von Fachkräften ausgeführt, was die Ausbildung vertieft.

Zudem werden die Männer - wie im Ernstfall - teilweise mit Problemen konfrontiert, die nicht absehbar waren. Und schliesslich erledigen sie Instandstellungsarbeiten, auf die Eggerberg angewiesen ist, für die das Budget der Berggemeinde sonst aber nicht reicht.

Für «Ausserschweizer Flachländer» ist immer wieder beeindruckend, welche Herausforderungen die Wasserwirtschaft stellt. Die idyllische Lage der weitläufigen Gemeinde am Lötschberg-Südhang täuscht. Im Winter verursacht das Gewicht des Schnees Schäden. Im Frühling rauscht das Schmelzwasser mächtig zu Tal. Im Herbst hingegen herrscht oft Waldbrandgefahr.

Schäden vorbeugen

Dem Austrocknen, das den Hang destabilisieren kann, beugt man mit einem ausgeklügelten Kanalsystem vor. In den letzten Jahren standen oft Arbeiten an den Suonen genannten Wasserleitungen im Vordergrund.

Die konnte Eggerberg dank des milden Winters schon selbst ausführen. Deshalb sind die Solothurner diesmal unter anderem damit beschäftigt, Schlüsselstellen zu entasten und von Geschiebe zu befreien.

Beides dient der Prävention von grösseren Schäden. Ebenfalls eine schöne Tradition ist die gute Stimmung in der Truppe. Die ist bei den Solothurner Zivilschützern in der Regel zwar ohnehin gegeben. Doch der Unterschied zwischen einer Übung und dem sichtbaren Einsatz fürs Gemeinwesen wirkt zusätzlich motivierend.

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