Fasnacht 2017
Solothurner Narren geben «Vollgas»

Fasnachts-Fans können sich freuen. Die Plaketten und Plakate sind bereit für die Umzüge unter dem Motto: «chunsch ou».

Fabian Maienfisch
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Solothurn bereitet sich auf die Fasnacht vor

Solothurn bereitet sich auf die Fasnacht vor

zvg
Solothurner Fasnachts-Plakat 2017

Solothurner Fasnachts-Plakat 2017

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Der Vorstand der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (UNO) hat am vergangenen Freitag das Werk «Voll Gas» von Chris Elvis Leisi aus Langendorf zum Sieger des Plaketten und Plakat-Wettbewerbs gekürt.

Bei sommerlichen Temperaturen versammelte sich am vergangenen Freitag der UNO-Vorstand traditionsgemäss in den ehrwürdigen Hallen der Weststadtzunft. Gleich zu Beginn hatte Ober-Ober Markus Wälti den anwesenden Narren eine schöne Neuigkeit zu überbringen: Nicht weniger als elf Künstler haben sich am diesjährigen Wettbewerb beteiligt. Somit scheint der Abwärtstrend der vergangenen Jahre seit 2015 gestoppt.

Die 13 stimmberechtigten Juroren setzten sich zusammen aus dem Uno-Vorstand und den Oberen der Stammzünfte sowie den Ehren-Ober-Obern. Der Ober-Ober selber enthielt sich wie üblich der Stimme, da er die Namen der Künstler kannte. Das Abstimmungsprozedere sah drei Wahlgänge vor. Im ersten wurden sechs Sujets ausgeschieden, im zweiten noch drei und im dritten Gang wurde der Sieger aus den besten zwei erkoren. Der Jury waren die Namen der Künstler nicht bekannt.

Beim jurieren zählen für die UNO die Originalität der Werke, aber auch deren Umsetzbarkeit. Punkte mussten an alle Eingaben vergeben werden. Die Skala reichte von einem bis elf Punkte im ersten und von einem bis fünf im zweiten Durchgang. In der finalen Runde wurde per Handerheben abgestimmt.

Das kritische Auge des Experten

Nach gut 30 Minuten kam der Experte zu Wort. Für den Vertreter der Plakettenfirma Gravura aus Rothenburg, Christoph Sapper, war schnell klar, dass nicht alle Ideen ganz einfach umsetzbar sind. So machte er die Narren auf besonders geschwungene Formen oder zu kleine Schriftzüge aufmerksam. Man müsse bei einigen wohl noch etwas nachbessern, sollten sie gewählt werden, sagte Sapper.

Da die Haupteinnahmequelle der UNO der Erlös aus dem Plakettenverkauf ist, richten die Vorstandsmitglieder beim Auswählen des Plakat- und Plakettenentwurfs vor der zweiten Jurierungsrunde jeweils einen speziellen Blick auf die Realisierbarkeit der Plakette. Nach etwa einer Stunde stand der Sieger fest. Zum Siegersujet «Voll Gas» von Chris Leisi meinte Experte Sapper, das dieses mit wenigen Anpassungen am Schriftzug wird umgesetzt werden können.

Ein Familien-Duell

Chris Leisi setzte sich mit neun Stimmen klar durch. Geschlagen geben musste sich der Vater von Chris, Kurt Leisi. Der Sieger aus vergangenen Wettbewerben erhielt für sein Werk „Esel“ vier Stimmen. Auf dem dritten Platz landete Toni Armbrust.

Alle Entwürfe werden während des Märetfestes (24. und 25. Juni 2016) in der Infothek ausgestellt. Auch am Risottoessen der Weschtstadt-Zunft (1. Septemberwochenende) können Interessierte die Entwürfe begutachten.