Musikschule Solothurn

Solothurner Musikschüler lassen ihre Kompositionen in den Alpen erklingen

Dieses Jahr war das alljährliche Lager der Solothurner Musikschule besser besucht als je zuvor. Während fünf Tagen musizierten 43 Schülerinnen und Schüler der Musikschule gemeinsam im stadteigenen Ferienheim im Berner Oberland.

Diese Woche von Montag bis Freitag wird im berneroberländischen Simmental die ländliche Ruhe nur von etwas Solothurnischem durchbrochen: Die wundervollen Klänge der kreativen Eigenkompositionen von 43 Schülerinnen und Schülern der Musikschule Solothurn erklingen durch die prächtige Bergwelt.

«Das alljährige Musikschullager ist dieses Jahr besser besucht als je zuvor», sagt Musikschulleiterin Pia Bürki strahlend. Mit zehn Leitern zusammen, welche aus Jugendlichen und Musikschullehrern bestehen, zog es Bürki und ihre Schüler einmal mehr in das stadteigene Ferienheim in Saanenmöser.

«Eigene Musik kreieren»

Das Jahresthema der Solothurner Musikschule wird im Lager auf abwechslungsreiche Art eingefangen: «eigene Musik kreieren.» Von den Kindern wird vor allem die eigene Kreativität gefordert, sich mit der Musik und verschiedenen Instrumenten auseinander zu setzen.

Die musikalische Vielfalt wird auf eine beindruckende Weise gepflegt: So wird zum Beispiel einerseits musiziert, komponiert, und es werden Texte geschrieben, welche die Kinder durch Eigeninitiative entwerfen und einstudieren sollen. Andererseits wird aber auch Musik gehört und im Plenum auf den geschichtlichen Hintergrund eingegangen.

Dadurch wird den Kindern auch die Musikgeschichte nähergebracht. So ist ihr Wissen bereits im Primarschulalter erstaunlich gross. Auch das Handwerk zum Instrumentenbau kommt nicht zu kurz: Unter der Leitung vom ehemaligen Zeichenlehrer an der Kantonsschule Solothurn Oskar Fluri wird ein sogenanntes Cajón angefertigt, welches jedes Kind anschliessend nach Hause nehmen darf.

«Die Beziehung zum Instrument soll somit gefördert werden. Das Verständnis, wie ein Resonanzkörper funktioniert und ein Instrument tönt, wird geschult», so Fluri. Er erwähnt auch, dass die Kinder dadurch eine ganz andere Beziehung zum Instrument aufbauen und entsprechend Sorge tragen würden.

Wie in einem Orchester

In Ateliers sind kleine Ensembles zusammengestellt, welche individuell an ihren Vorführungen für den «Bunten Abend» arbeiten. Die Instrumente sind gemischt, was das Gefühl vermittelt, in einem Orchester zu spielen.

«Es kann etwas auf die Beine gestellt werden. Vor allem lernen die Kinder, zusammenzuspielen, ein Orchester zu koordinieren, zu einer Melodie zu improvisieren und aufeinander zu hören», sagt Bürki stolz. Sie erwähnt auch, das Klima unter den Kindern und Jugendlichen sei fantastisch, man tausche Instrumente aus und lerne, mit anderen Tempi, Tonlagen und Musikern zu harmonieren und eine unbekannte Klangwelt zu entdecken.

Schüler der Musikschule Solothurn beim gemeinsamen Musizieren

Schüler der Musikschule Solothurn beim gemeinsamen Musizieren

Die Schüler sind ausschliesslich aus der dritten bis zur sechsten Primarschulklasse und seien beim Musizieren kaum zu bremsen, meint Bürki. Sie wollten immerzu wieder an die Instrumente. «Es macht mir grossen Spass, gemeinsam zu musizieren», bemerkt auch eine Schülerin erfreut. Dieser Enthusiasmus ist bei allen Schülerinnen und Schülern durchwegs zu spüren. Somit ist auch das Klima im Lager hervorragend: Die Leiter erzählen, es habe nie Streit gegeben und man arbeite sehr gut zusammen.

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