Motion

Solothurner Grüne wollen, dass die Autos viermal im Jahr stillstehen

Die Klimapolitik holt den «autofreien Sonntag» wieder in die öffentliche Diskussion. (21. November 1973, Zürich)

Die Klimapolitik holt den «autofreien Sonntag» wieder in die öffentliche Diskussion. (21. November 1973, Zürich)

In einer Motion fordert die Ortspartei der Grünen mindestens vier autofreie Sonntage im Jahr – als Jubiläumsgeschenk zu «2000 Jahre Stadt Solothurn».

Leergefegte Strassen und Volksfeste: ein Bild aus den Siebzigerjahren, als kriegerische Konflikte zu Rohstoff-Engpässen führten und Automobilisten dazu zwangen, ihre Fahrzeuge stehen zu lassen. In jüngerer Zeit gelangten die «autofreien Sonntage» aus anderen, nämlich klimapolitischen Gründen wieder in die öffentliche Diskussion.

Und nun auch in Solothurn: Die Ortspartei der Grünen fordert mindestens vier autofreie Sonntage pro Jahr – als Geschenk zum derzeit laufenden 2000-Jahr-Jubiläum der Stadt – und, um für die CO2-Problematik zu sensiblisieren. 

Eine entsprechende Motion wurde am Dienstagabend im Rahmen der Gemeinderatssitzung eingereicht. Die Motionäre mit Erstunterzeichnerin Laura Gantenbein berufen sich auf die Zielsetzungen zur 2000-Watt-Gesellschaft, die in der Gemeindeordnung festgeschrieben sind: «Energieversorgung, öffentliche Gebäude, Quartierentwicklungen, Infrastruktur und Mobilität orientieren sich an den Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft». Die Grünen erhoffen sich durch den Vorstoss auch, den Langsamverkehr zu fördern. Ebenso sollen – ähnlich wie in den Siebzigern – auch Strassen-Aktionen wie Quartierfeste im Rahmen des Jubiläumsjahrs – ermöglicht werden. 

Das Fahrverbot soll – so der Motionslaut – nur für Gemeindestrassen gelten und die Sicherheitsfahrzeuge gewähren lassen, stellen die Grünen klar. 

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