Offenbar zeigten die 674 Unterschriften, die die Grünen und Jungen Grünen zusammengetragen und anlässlich der Gemeinderatssitzung dieser Woche eingereicht hatten, ihre Wirkung: Zwei ausgewachsenen Linden, die auf dem neu gestalteten Kreuzackerplatz im Allee-Konzept keinen Platz mehr gehabt hätten, sollen gemäss Petition «Rettet die Linden« weiterhin ihre Wurzeln strecken dürfen.

Alex Oberholzer, Brigit Wyss, Marianne Urben, Daniela Gasche, Christof Schauwecker und Thomas Kaegi (v.l.) pberreichen Hansjörg Boll die Petition zur Rettung der Kreuzacker-Linden.

Petition: Rettet zwei Linden der Grünen Stadt Solothurn

Alex Oberholzer, Brigit Wyss, Marianne Urben, Daniela Gasche, Christof Schauwecker und Thomas Kaegi (v.l.) pberreichen Hansjörg Boll die Petition zur Rettung der Kreuzacker-Linden.

Eine entsprechende Motion vom 24. April mit Erstunterzeichner Christof Schauwecker wurde zwar unbehandelt verschoben, dafür einigte sich der Rat stattdessen auf ein weniger formelles, dafür pragmatischeres Vorgehen; nämlich im Rahmen der Gestaltungsfreiheiten auf den nördlichen Teil der Allee mit neun Bäumen zu verzichten - zugunsten der zwei Linden.

Keine weiteren Verzögerungen

Die Motion wäre nach Einschätzung des Stadtpräsidenten Kurt Fluri bei den Fraktionen auf den nötigen Goodwill gestossen. Die darauf folgende Unterschutzstellung der Bäume hätte die Platzumgestaltung aber nach einer ohnehin langen Wartezeit vielleicht um eine weitere Saison hinausgezögert.

«Auch würde eine Unterschutzstellung in diesem Fall wohl ein Präjudiz darstellen», fügt Gaston Barth, Leiter Personal- und Rechtdienst, auf Anfrage hinzu: «Normalerweise geschieht dies nur, wenn Bäume als Naturobjekte oder aus Gründen des Ortsbilds schützenswert sind.» Die biegsamere Variante hingegen sei viel weniger ein Präzedenzfall. Nach derzeitiger Einschätzung rechnet Barth nicht damit, dass bei diesen kleinen Anpassungen die Umgestaltung erneut ausgeschrieben werden muss.