Märet-Fescht
Solothurner Fest der Feste läuft nicht ganz so ab wie sonst

Das Märet-Fescht 2011 wird nicht ganz das gleiche Bild bieten wie bisher: Seit gestern hat die Römisch-katholische Kirchgemeinde «gerade noch rechtzeitig» die St.-Ursen-Treppe wegen Sanierungsarbeiten weitgehend gesperrt.

Wolfgang Wagmann
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Dieses Bild vom Märet-Fescht gibts vorläufig nicht mehr – die St.-Ursen-Treppe ist nun gesperrt.

Dieses Bild vom Märet-Fescht gibts vorläufig nicht mehr – die St.-Ursen-Treppe ist nun gesperrt.

Hanspeter Bärtschi

Deshalb wird eines der Epizentren des Festbetriebs, die Bar der TVS-Handballer, notgedrungen verlegt, und zwar vors Gewerbeschulhaus. «Die Sperrung war schon letzten August ein Thema, und im März haben wir in Absprache mit dem Fest-OK halt entschieden, in die Vorstadt auszuweichen», hofft Daniel Wyss, Verantwortlicher des TV Solothurn, dass die hohen Investitionen in Bands, DJ und Bar sich trotzdem auszahlen werden. «Trotz des Wegfalls der Treppe werden wir den bisherigen Aufwand für die Sicherheit nicht zurückfahren», versichert dagegen Marco Lupi, Chef des Märet-Fescht-OKs.

Die Handballer werden übrigens auch nächstes Jahr nicht am gewohnten Ort festen können – just wieder am Märet-Fescht wird nämlich in einer zweiten Etappe das untere Drittel der Freitreppe saniert.

Musik und Mini-Playback-Show

«Wir haben wieder 178 Stände», freut sich Marco Lupi aber über einen trotzdem erneut attraktiven Angebotsmix mit Brocante-Händlern, Solothurner Geschäftsleuten und auswärtigen Marktfahrern im Festrayon. Auch könne das Fest-OK wieder auf die Landes- und Freikirchen zählen, die sich nicht nur am Kinderfest auf dem Zeughausplatz sondern auch bei der Abfall-Beseitigung engagieren.

Ein Höhepunkt dürfte wieder die Mini-Playbackshow von Radio 32 am Samstagnachmittag ab 15 Uhr auf dem Märetplatz sein. Dort werden auch an beiden Abenden musikalische Akzente gesetzt: Am Freitagabend gibt ab 22 Uhr die Solothurner Kultband Failures ein Heimspiel, und am Samstag treten um die gleiche Zeit «The Disco Kings» auf. Vor diesen beiden Hauptacts sind am Freitag die Formationen «Piazza» und «Dustbuster» zu hören, am Samstag «Support the Only Child» und «The Bluesrock Machine».

In der Radio-32-Arena auf dem Klosterplatz treten dagegen vor den bekannten DJs wieder regionale Schülerbands auf. «In beiden Nächten dauerte der Festbetrieb wieder bis 2 Uhr», bestätigt Marco Lupi, der jetzt mit seinem OK-Team nur noch auf ideales Festwetter hoffen kann. Denn am eigentlichen Festabschluss, dem Gospel-Gottesdienst am Sonntag, 26. Juni, ab 11 Uhr ist es wohl zu spät, Petrus noch gnädig zu stimmen.