CIS-Hallen
Solothurner Eigenheimmesse ist ökologischer: «Früher verbrauchten wir im Zelt ein paar tausend Liter Heizöl»

Das Baugewerbe muss sich immer wieder ins Schaufenster stellen, sonst gerät es in Vergessenheit. Hier kommt die Solothurner Messe rund ums Wohneigentum ins Spiel.

Hans Peter Schläfli
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Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Ein Trend: Ökologische Isolationen und Wärmedämmung. Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
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Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Voller Einsatz eines Beraters an der Eigenheimmesse. Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse Solothurn
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Beratung und Information an der Eigenheimmesse. Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Auch das gabs an der Eigenheimmesse uz sehen: Überwachungssysteme. Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Ein Trens: Induktions-Kochherd im Esstisch integriert. Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Glückliche Kinder im Hort an der Eigenheimmesse 2019. Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019
Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019

Eigenheimmesse 2019 im CIS Solothurn Ein Trend: Ökologische Isolationen und Wärmedämmung. Stimmungsbilder von der Eigenheimmesse 2019

Hans Peter Schläfli

Wie immer gegen Ende des Winters wurde im CIS Solothurn die Eigenheimmesse organisiert. Rund 150 verschiedene Anbieter präsentierten sich den vielen Besuchern, denen die eigenen vier Wände ein Anliegen sind. Vom Immobilienmakler und dem Architekten über die Handwerker und Sanierer bis hin zum Gartenbauer, der zum Abschluss eines Bauprojekts noch dem Umschwung den rechten Glanz verleiht: Alle waren vertreten.

Das Wetter spielte perfekt mit. Es war schön genug, sodass die Leute sich aus dem Haus getrauten, aber auch kalt genug, damit sie gerne ins geheizte CIS kamen. Der Besucherfluss war konstant hoch, allerdings war es gestern für Benno Krämer noch zu früh, um genaue Zahlen bekannt geben zu können. Krämer zeigte sich aber zufrieden: «Ich bekomme sowohl von den Besuchern wie von den Ausstellern ein sehr gutes Feedback», meinte der Organisator, kurz bevor er die Türen der 13. Auflage definitiv schloss.

Verdichtetes Messegelände

Den Optimismus der Organisatoren teilte auch Karin Gisler vom Subinger Architekturbüro Fluri Gisler und Partner: «Wir sind zum 13. Mal, also von Anfang an dabei, und werden auch weiterhin an der Eigenheimmesse präsent sein», sagte Gisler. «Wir können uns hier sehr gut präsentieren.» Der Erfolg sei nicht so leicht zu messen, aber sie ist überzeugt, dass es die Messe braucht. «Wenn man sich nicht zeigt, wird man vergessen. Manchmal meldet sich jemand zwei, drei Jahre nach einem Messebesuch bei uns, und wir bekommen einen Auftrag.»

Früher hatte die Messe auch auf der anderen Strassenseite, auf dem Gelände der Firma Engel ein Zelt aufgeschlagen. «Wir haben verdichtet», begründet Benno Krämer, warum er diesmal darauf verzichtete. «Dafür habe wir diesmal in der Halle der Kunstturner die Sonderschau ‹Feuer&Flamme› mit acht Ausstellern eingerichtet. Früher verbrauchten wir im Zelt ein paar tausend Liter Heizöl.» Das entspreche nicht mehr der heutigen Zeit. «Energieeffizienz und mit Holzpellets aus Abfallholz CO2-neutral heizen. Das liegt im Trend. Holz ist ein regionaler Rohstoff der nachwächst, die Wertschöpfung bleibt bei uns und die Transportwege sind kurz.»

Von einer Zinswende und einer kommenden Immobilienkrise spüre man nichts. «Gebaut und saniert wird immer. Das Thema ist der Mangel an bezahlbarem Bauland, und das wird in Zukunft noch ein engerer Flaschenhals werden», sagt Benno Krämer. Auch bei diesem Thema ist Karin Gisler mit ihm einig: «Die jungen Familien mit kleinen Kindern wünschen sich ein Einfamilienhaus in einem Dorf mit guter Schule. So ab 55 Jahren schwenkt das Interesse Richtung Eigentumswohnungen.»

Qualitativ interessante Besucher

Die acht Franken Eintritt seien die Schwelle, die dafür sorge, dass nur wirklich interessierte Besucherinnen und Besucher kommen, erklärt Benno Krämer. «Für die Aussteller ist nicht eine möglichst grosse Zahl wichtig, sondern die Qualität der Kontakte, die dann vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Vertragsabschluss führen können.»

Die Turbulenzen um die konkursite Eigentümerin des CIS und die Versteigerung der Anlage seien an der Eigenheimmesse spurlos vorbeigegangen. «Der bestehende Vertrag wurde durch die Käuferin problemlos anerkannt, und die Zusammenarbeit lief geschmeidig», sagt Krämer.

Er freue sich bereits auf die 14. Eigenheimmesse vom 5. bis 8. März 2020.