Bilanz
Solothurner Biertage knacken die 10'000er-Marke

Über 10'000 Eintritte wurden an den diesjährigen Solothurner Biertagen verzeichnet. Im Vorjahr waren es noch 1000 weniger. Vor allem Pale-Ale-Kreationen waren beliebt. Zwischenfälle gab es keine.

Wolfgang Wagmann
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Alex Künzle kann mit dem Verlauf der Biertage zufrieden sein.

Alex Künzle kann mit dem Verlauf der Biertage zufrieden sein.

Wolfgang Wagmann

«Wir haben die 10 000er-Marke geknackt», hielt gestern Mittag Alex Künzle in einem ersten Fazit des dreitägigen Grossanlasses fest. Schon im Vorjahr hatten die Biertage mit der Durchführung einen Quantensprung auf 9000 Besucherinnen und Besucher erlebt.

Diesmal fanden sich Massen vorwiegend jüngerer Gäste nach dem «Solothurner Abend» am Donnerstag am Freitag und Samstag ein. «Offenbar ist es bei den Jungen hip, solche Anlässe wie die Biertage zu besuchen», so der Organisator und Inhaber der «Öufi»-Brauerei. Auch die 38 Aussteller, darunter 36 Kleinbrauereien mit rund 150 Sorten Bier «an Bord», seien zufrieden gewesen, meinte Künzle.

Der Trend geht weiter zu stark gehopften Trendbieren und so hatten vor allem die Tessiner und Romands mit ihren Pale-Ale-Kreationen regen Zulauf. Die Kehrseite: «Inzwischen kannst du fast nirgends mehr ein Lager trinken», meinte ein Aussteller des Brauhauses Liechtenstein.

Was noch zu tun ist

Zwischenfälle gab es keine nennenswerten; überhaupt fiel auf, wie fröhlich und «zfriede» das Biertage-Publikum aus der ganzen Schweiz wirkte. Für Stimmung sorgte die irische Band Led Farmers am Freitag und speziell die zehnköpfige Berner Combo Traktorkestar am Samstag – sie hatte gleich eine beachtliche Fanschar mitgebracht. Leider lässt die Akustik und Lautstärke in der Reithalle sehr zu wünschen übrig, was auch Alex Künzle weiterhin beschäftigen wird. «Und für die vielen Frauen brauchts mehr WCs.» Die erstmalige 12-Meter-Bar mit 30 Zapfhahnen habe sich dagegen bewährt, auch wenn gegen Mitternacht am Samstag ein Hahnen nach dem anderen mangels Bier versiegte.

Umfrage zum Boden Wir wollten von den Online-Lesern wissen, was sie vom staubigen Boden halten. Knapp 72 Prozent der Umfrage-Teilnehmer haben die Frage «Biertage-Besucher stehen hinter der Reithalle auf Kiesel und Geröll. Was halten Sie davon?» mit «Völlig ok. Man muss ja keine hochhackigen Schuhe anziehen» beantwortet. 28 Prozent fänden einen Holzboden besser und würden dafür sogar ein Fränkli mehr Eintritt bezahlen.

Umfrage zum Boden Wir wollten von den Online-Lesern wissen, was sie vom staubigen Boden halten. Knapp 72 Prozent der Umfrage-Teilnehmer haben die Frage «Biertage-Besucher stehen hinter der Reithalle auf Kiesel und Geröll. Was halten Sie davon?» mit «Völlig ok. Man muss ja keine hochhackigen Schuhe anziehen» beantwortet. 28 Prozent fänden einen Holzboden besser und würden dafür sogar ein Fränkli mehr Eintritt bezahlen.

Wolfgang Wagmann

Grösster Diskussionspunkt war der staubige, steinige Aussenboden, der auch im Ausstellerzelt für Kritik sorgte. «So geht das nicht», musste auch Künzle einräumen, «doch einen Bretterboden für den ganzen Platz hinter der Reithalle vermag ich nicht.» So wird auch die Reinigung des Schotters, bestehend aus Bau-Recyclingmaterial, von den Festresten noch eine Knacknuss sein – zumal sich nächste Woche die Bike Days auf dem Platz einrichten wollen. «Wir werden das Problem mit dem Werkhof besprechen», erklärte während der Biertage Stadtschreiber Hansjörg Boll auch als Verwaltungsrat der Rythalle AG.

Die Bike-Days-Organisatoren hatten schon einmal die Qualität des Areals bemängelt, worauf die Stadt es hatte planieren lassen. Inzwischen sieht der Platz hinter der Reithalle jedoch schlimmer denn je aus: 20 000 Füsse und die Gefährte der Aussteller haben ihre Spuren hinterlassen.

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