Badi
Solothurner Badi verbucht bereits 36'000 Eintritte

Die laufende Saison der Solothurner Badi ist durchzogen. Schönes Wetter war durchzogen mit Tiefs. Dennoch haben bereits 36'000 Personen die Badi besucht. Die Eintritte von Schulen und Touristen aus der Romandie nehmen zu.

Katharina Arni-Howald
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Doppelt gemoppelt spritzt am schönsten.

Doppelt gemoppelt spritzt am schönsten.

Hanspeter Bärtschi

«Bis jetzt ist alles reibungslos gelaufen», sagt Chef-Bademeister Alex Inglin und schaut auf sieben Wochen Badesaison zurück, die wettermässig von Hochs und Tiefs durchzogen waren. «Der Mai zeigte sich von der schönsten Seite, der Juni dagegen machte den Sonnenhungrigen immer wieder einen Strich durch die Rechnung.» Das allerdings scheint, wenn man die Statistik seit dem Jahrhundertsommer 2003 anschaut, nichts Aussergewöhnliches zu sein. «In den letzten Jahren war der Juni immer schlecht.»

Kein Vergleich zu 2003

Trotzdem haben bis jetzt 36'000 Personen die Solothurner Badi besucht, das sind immerhin 3000 mehr als im Vorjahr, aber nicht vergleichbar mit 2003, als um dieselbe Zeit bereits 97000 Gäste die Annehmlichkeiten des prächtigen Bades an der Aare in Anspruch genommen hatten. Die jetzige Zahl in die Höhe getrieben haben die letzten Junitage, als sogar an Werktagen durchschnittlich 3600 Leute durchs Drehkreuz gingen.

Unter den Gästen befanden sich laut Alex Inglin sehr viele Schulen und auch Kinder, die sich auf der Schulreise befanden. Vor allem die Lehrerinnen und Lehrer aus dem Welschland haben, wie es scheint, die Solothurner Badi entdeckt. Gestiegen ist auch die Zahl der Schwimmerinnen und Schwimmer, die in den Bassins ihr tägliches Training absolvieren und die Zahl der Touristen, die dem Bad einen Besuch abstatten.

Unterwasser-Ballett zum Zuschauen.

Unterwasser-Ballett zum Zuschauen.

Hanspeter Bärtschi

«Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv», freut sich der langjährige Badmeister, der den Erfolg auch seinem Team zuschreibt, «in dem alle am gleichen Strick ziehen». Vor allem die Sauberkeit und die Wasserqualität würden geschätzt, aber auch die Aare und die Rutschbahn seien sehr beliebt.

Aufgebrochene Garderoben

Nennenswerte Unfälle und Vandalenakte sind bisher ausgeblieben. Einzig der Aufbruch von Garderobenkästli – vor allem in der Herrengarderobe – seien ein Dauerthema, meint Inglin, «obwohl wir immer wieder Verstärkungen anbringen». Der Einsatz von Gewalt sei beträchtlich und der Aufbruch ohne Hebeisen kaum zu bewerkstelligen. «Ich rate allen Badegästen ihre Wertsachen zu Hause zu lassen», so Inglin.

«Der Vorverkauf lief sehr gut, und wir haben bis jetzt 3500 Abos. Also 300 mehr als im ganzen Vorjahr verkauft», freut sich auch die Chefkassiererin Beatrice Känzig. Das sei einerseits auf den wettermässig schönen Saisonstart zurückzuführen, andererseits aber auch darauf, dass zum Beispiel die Badi «Eichholz» in Gerlafingen ihre Abopreise für Auswärtige erhöht habe. «Deshalb könnten sich Leute, die in der Mitte zwischen Gerlafingen und Solothurn wohnen, entschieden haben, ihr Abo in Solothurn zu lösen.»

Diskussionen bei Pensionierten

Weniger glücklich sind die AHV-Rentner, die keine Ermässigung mehr erhalten. «Wir entscheiden nur noch zwischen Erwachsenen und Kindern», verweist Känzig auf eine neue Verordnung, die ständig zu Diskussionen führt. Känzig wird nächstes Jahr ihr 20-Jahr-Jubiläum in der Badi feiern. «Badegäste, die ich als Kinder kennen gelernt habe, sind inzwischen auch Eltern geworden.» Seit Beginn legt sie Wert darauf, die Gäste mit Namen zu begrüssen: «Das schafft Vertrautheit und tut beiden Seiten gut.»