Saison-Bilanz
Solothurner Badi erreicht dieses Jahr die Gästezahl des Super-Sommers 2015

Für das Schwimmbad in der Stadt Solothurn ist die Saison positiv verlaufen. Die 140'000 Badi-Gäste von 2015 dürften wieder erreicht werden.

Wolfgang Wagmann
Merken
Drucken
Teilen
Für Chefbadmeister Pascal Prétôt geht eine sehr gute und unfallfreie Badi-Saison zu Ende.

Für Chefbadmeister Pascal Prétôt geht eine sehr gute und unfallfreie Badi-Saison zu Ende.

Wolfgang Wagmann

139'478. Soviele Leute haben in diesem Moment das Drehkreuz zur Badi seit der Eröffnung im Mai passiert. Chefbadmeister Pascal Prétôt führt genau Buch. Die Sonne scheint nochmals vom stahlblauen Himmel herunter, erste Badi-Gäste haben sich ihre Liegestühle gesichert. Auch wenn aufs Wochenende Regen und dann kühles Herbstwetter bis zum Badi-Schluss angesagt ist – die 140'000 «werden wir erreichen.» Und damit die Gästezahl des Super-Sommers 2015.

Im letzten Jahr waren es gerade mal 100'000 gewesen. «Der Mai war ganz okay, der Juni mit über 44'800 Eintritten der beste Monat. Im Juli kamen 34'000, und im August nochmals fast 41'000 Personen», zieht der Chefbadmeister eine für ihn «sehr positive» Bilanz 2017.

Getrübt war sie lediglich ein bisschen durch die Tatsache, dass ausgerechnet jeweils an den Wochenenden das Wetter nicht wie gewünscht mitspielte. «Wir hatten zwar schöne Tageszahlen zwischen 1500 und 4000 Eintritten, doch die ganz grossen Spitzentage blieben aus.» Zu einem «Fleischmäret» kam es so lediglich am einsamen Spitzentag, dem Sonntag, 11. Juni, mit 4377 Eintritten. Deshalb habe auch Badi-Beizer Ernst Schär etwas die grossen Wochenend-Umsätze vermisst, weiss Prétôt. «Und in den Ferien sind halt viele Solothurnerinnen und Solothurner weg» – was jedoch teilweise durch auswärtige Badi-Gäste in dieser Zeit kompensiert werde.

Ein Lob den Gästen

An schönen Abenden schloss das Schwimmbad wie schon in den Vorjahren vom Juni bis Ende August erst um 21 Uhr. «Das war dieses Jahr recht häufig der Fall und wurde gerne genutzt. Die längere Öffnungszeit war sicher ein Bedürfnis»; glaubt Prétôt. Zwar fiel das erste Vollmondschwimmen ins Wasser, doch das zweite am 7. August konnte bis 23 Uhr stattfinden, und «es herrschte eine tolle Ambiance.»

Überhaupt kann der Chefbademeister seinen Gästen ein sehr gutes Zeugnis ausstellen, kam es doch kaum zu Undiszipliniertheiten, die mehr als einen Tagesverweis aus der Badi erfordert hätte. Und die wenigen Tagesverweise hätten sich als wirksam erwiesen.

Warnung vor den «Flügeli»

Verschont blieb das Badi-Team auch von Unfällen, abgesehen von den kleineren, üblichen Bagatell-Vorkommnissen. Ein besonderes Augenmerk galt es auf die sehr oft aufgesuchte Aare zu richten. «Innerhalb der Bojen hatten wir keine Probleme», resümiert Prétôt. «Wir machten jedoch insbesondere Eltern darauf aufmerksam, dass Kinder mit ‹Flügeli› nicht in der Aare schwimmen sollten. Sie ist ein fliessendes Gewässer mit Strömungen und oft trübe. Als riskant sehen wir das Springen vom Floss mit ‹Flügeli› an – die Schwimmhilfen könnten dabei abgerissen werden.»

«Spezieller Sonnenschein»

Andererseits schätzt der Chefbadmeister die Möglichkeit des Aareschwimmens sowie auch die zwei alten Bestandteile der Badi «als speziellen Sonnenschein» für Solothurn, mit dem andere Freibäder der Region nicht aufwarten können.

Doch bald schliesst die so rege frequentierte Anlage wieder ihre Pforten: Am Samstag vor dem Bettag, am 16. September, ist abends wieder Schluss, und alles muss geräumt und abgeholt werden. Dafür öffnet das Hallenbad in der pädagogischen Hochschule am 19. September wieder für die Öffentlichkeit die Türen.