«Homes for Climate Activists»

Solothurner Architekturforum organisiert erste Summer School für junge Architekten

Im Fokus stehen Nachhaltigkeit und die Anpassung der Architektur an die veränderten Umweltbedingungen. (Symbolbild)

Im Fokus stehen Nachhaltigkeit und die Anpassung der Architektur an die veränderten Umweltbedingungen. (Symbolbild)

Zum ersten Mal führt das Solothurner Architekturform eine Sommerschule durch. Sie wird vom 10.–16. August im Kapuzinerkloster in Solothurn unter dem Titel «Homes for Climate Activists» abgehalten und widmet sich dem klimafreundlicheren Bauen.

«Wir Architekten haben eine Verantwortung, wie Menschen künftig zusammen leben», sind sich das Architekturforum Solothurn und die Gestalterinnen und Macher der Zeitschrift «Delphi» einig. Deshalb veranstalten sie vom 10.–16. August in Solothurn eine Summer School mit dem Titel «Homes for Climate Activists». 20 Architekturstudierende aus dem In- und Ausland werden sich zu Workshops, Vorträgen und Filmvorführungen treffen. Die Workshops und Diskussionen finden im Kapuzinerkloster statt. Interessierte dürfen reinschauen.

Gemäss den Initianten der Summer School ist die Zeit der beschaulichen Architektur vorbei. In einer Zeit des Übergangs muss sie, genauso wie der Mensch selbst, eine Evolution erleben, um den künftig an sie gerichteten Ansprüchen gerecht zu werden. Die Klimakrise hat den Fokus des Architektur-Diskurses hin zu technischer Aufrüstung, «intelligenten» Gebäuden und der Leistungsfähigkeit von Dämmmaterial verschoben.

Mit Nachhaltigkeit allein ist es jedoch nicht mehr getan. Architektur muss sich veränderten Umweltbedingungen grundsätzlicher anpassen. Es geht dabei nicht einfach um Baupläne, sondern auch um das Hinterfragen unserer heutigen Lebensart in einer kapitalistischen, wachstumsorientierten Welt.» Was sind die Auswirkungen dieser Veränderungen auf den häuslichen Lebensraum? Auf welche Art und Weise kanalisieren wir unsere Wünsche und wie materialisieren sich diese? Wie können sich unterschiedliche Lebensräume überlagern und wie kann ein Haus Ausdruck einer komplexen Gesellschaft werden? Was muss wirklich gebaut werden und was können wir unserer Vorstellungskraft überlassen?» Ein Dutzend täglich wechselnder Gäste werden Input-Vorträge halten und die Veranstalter erhoffen sich am Schluss konkrete Projekte.

Summer School ist als einmaliger Anlass gedacht

Seit 2017 hat «Delphi« eine Reihe Magazine veröffentlicht mit Themen, die Architekten betreffen. «Delphi» wurde an einem Gespräch am Salvisbergtisch im Architekturforum vorgestellt. Die Anwesenden haben brav applaudiert, aber die vom Architekturforum erwartete Diskussion kam nicht in Gang. Die Summer School, als einmaliger Anlass gedacht, soll nun bewusst ein Diskussionsforum für Studierende (und Architekturschaffende) sein, welche die Erfordernisse der Zeit ernst nehmen und eine Architektur anstreben, welche künftigen Generationen dient und somit einen Hauch von Science-Fiction aufweist. Die während der Woche stattfindenden Vorträge sind öffentlich und werden auf Deutsch gehalten mit anschliessender Diskussion.

Meistgesehen

Artboard 1