Solothurn
Wie kinderfreundlich ist die Stadt Solothurn?

Das Stadtpräsidium unterstützt die Idee, dass Solothurn das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» erlangt.

Judith Frei
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Die Kinderfreundlichkeit soll auf kommunaler Ebene gesteigert werden.

Die Kinderfreundlichkeit soll auf kommunaler Ebene gesteigert werden.

Michel Lüthi

Die Stadt Solothurn habe viele Angebote für Kinder und Familien, steht in der Motion «Kinderfreundliche Gemeinde» der SP geschrieben. «Eine profunde Evaluation der Kinderfreundlichkeit und der Angebote für Kinder und Jugendliche der Stadt Solothurn ist nicht vorhanden», erklären die Erstunterzeichnenden Corinne Widmer und Pierric Gärtner. Eine Standortbestimmung in diesem Thema würde auf die blinden Flecken hinweisen.

«Zudem ist die Kinderfreundlichkeit einer Gemeinde ein wichtiger Faktor für die Positionierung als attraktiver Wohnstadt.»

Die Motionäre fordern also, dass die Stadt beim Kanton vorstellig wird und den Zertifizierungsprozess für das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» startet.

Das Label von Unicef bietet ein standardisiertes Verfahren zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention. Dadurch soll die Kinderfreundlichkeit auf kommunaler Ebene gesteigert werden. Die Auszeichnung bestätigt die Bestrebungen der Stadt, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu erkennen, ihre Anliegen aufzunehmen und ihr Lebensumfeld entsprechend zu gestalten.

Durch diesen Prozess wird der Ist-Zustand in allen kommunalen Politikbereichen aufgenommen. Doch gäbe es nicht nur eine gemeindeinterne Wirkung, sondern es hat auch eine Strahlkraft nach aussen und könne für das Standortmarketing positiv genutzt werden, erklärt das Stadtpräsidium in seiner Antwort.

In der Region wurden schon Grenchen und Laupersdorf mit diesem Prozesslabel ausgezeichnet. Die Kosten für den rund fünfjährigen Prozess werden auf 26'000 Franken und der Arbeitsaufwand auf 10 Stellenprozent geschätzt. Die Sozialen Diensten würden diesen Prozess starten.

Die Jugendkommission begrüsst die Umsetzung der Motion, auch das Stadtpräsidium empfiehlt dem Gemeinderat, die Motion für erheblich zu erklären.

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