Nein, ganz hat es für Grenchen doch nicht gereicht: Die Stadt Solothurn ist zwar erneut um 206 Personen auf neu 16 366 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen. Doch noch verteidigt Grenchen mit 16 477 Einwohnern den zweiten Rang der Solothurner Städte hinter dem unangefochtenen Olten mit weit über 17 000 Personen, die dort Wohnsitz haben.

Noch im Oktober war Solothurn mit über 16 407 Einwohnern Grenchen bedrohlich nahe gerückt, doch seither haben wieder über 40 Solothurnerinnen und Solothurn die Stadt verlassen, darunter offenbar gute Steuerzahler in Richtung Feldbrunnen. Nicht streitig macht dagegen Solothurn Grenchen den Vorsprung beim Ausländeranteil: Dieser liegt im Westen bei 31 Prozent, in der Kantonshauptstadt dagegen fast unverändert nur bei 20,2 (Vorjahr 20,1) Prozent

Einwohnerstatistik Solothurn

Einwohnerstatistik Solothurn

Deutsche bleiben Spitze

Minimal gewachsen sind die drei «führenden» ausländischen Gruppierungen unter den total 3306 ausländischen Einwohnerinnen und Einwohnern: Deutschland stellt mit 653 Personen das Gros vor Italien mit 512 und der Türkei mit 399 Staatsangehörigen. Wobei eigentlich die grösste Gruppierung aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt: Serbien, der Kosovo, Mazedonien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Montenegro steuern 694 ausländische Personen der Stadtbevölkerung bei. Daran ändern auch die 58 Einbürgerungen letztes Jahr wenig.

Keine Seele haben die Katholiken verloren oder gewonnen, dagegen gibt es 88 Reformierte weniger als noch vor Jahresfrist. Gewachsen ist aber die weitaus stärkste Gruppierung der Konfessionslosen um 274 Personen. Nicht ausgewiesen sind die Muslime, doch dürften sie gut drei Viertel der 2230 Einwohner mit «anderen Konfessionen» ausmachen.

Keinen Einfluss hatten die 162 Geburten und 163 Todesfälle auf die Zusammensetzung der Stadtbevölkerung, die eine 8458-köpfige Frauenmehrheit gegenüber 7908 männlichen Wesen sieht. Klar verschoben hat sich aber der Anteil der über 70-Jährigen von 2079 auf 2252 Personen - ein Plus von 7,7 Prozent. Fast 200 davon sind über 90-jährig. Dafür sank der Anteil Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre um 166 Köpfe oder 6 Prozent. Offenbar sind wieder mehr ältere Personen zugezogen.