Die konfuse Organisation im Gäste-Abwehrzentrum lud die Zürcher zum Toreschiessen ein. Zwingend war keines der drei Tore. Ramadani (14.) und zweimal Al-Abbadie (19., 24.) nützten die Mängel in der Mitte konsequent aus. Das vierte Tor - Avdijai erwischte Molina mit einem Bogenball (43.) - war lediglich Zugabe. «Wir haben so angefangen, wie wir in Thun aufgehört haben», nervte sich FCS-Trainer Roland Hasler.

Lust- und mutlos, ohne Initiative, eine fatale Einstellung offenbarend, fehlte dem FCS das innere Feuer. Ordnung und Führung im Spiel wurden kläglich vermisst. Das Mittelfeld blieb wirkungslos. Die südamerikanische Sturm-Doppelspitze Vogt/Martin konnte sich nie einbringen. Schon mit kleinsten Tempoverschärfungen setzten die GC-Hoffnungen die Gäste ausser Gefecht.

Hasler reagierte in der Pause mit einer klaren Ansage. Die Teamstützen Vogt, Liloia und Martin mussten ihre Plätze den Ergänzungsspielern Lüthi, Grossenbacher und Milutinovic überlassen. «Ich verlange Leidenschaft und Herzblut und wer nicht alles gibt, muss die Konsequenzen tragen», erklärte Hasler seine radikale Massnahme, welche insofern wirkte, indem er sich «nicht noch mehr abschlachten lassen wollte und die Löcher gegen das hoch überlegene GC stopfen konnte», sodass die zweite Hälfte torlos blieb. (prs)