Solothurn
Ausleihe von E-Books war nicht möglich: IT-Umstellung lief nicht rund für die Zenti

Die Zentralbibliothek Solothurn hatte in den vergangenen Tagen Problemen mit der Verleihung von E-Books. Verbunden ist dies mit dem Wechsel auf das Bibliothekssystem Swisscovery.

Fabio Vonarburg
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Bei der Zenti Solothurn gabs Probleme. (Themenbild)

Bei der Zenti Solothurn gabs Probleme. (Themenbild)

Corinne Glanzmann (neue Nz)

Es ist Ferienzeit. Für viele ist dies gleichbedeutend damit, endlich mal wieder in Ruhe in einem Buch zu lesen. Dabei sind in den vergangenen Jahren viele auf das E-Book umgeschwenkt. Der Vorteil: Man hat weniger schwer zu tragen und dennoch mehr Auswahl im Gepäck. Die Entwicklung zeigt sich auch an den Zahlen. 2017 wurden in der Zentralbibliothek Solothurn 18143 E-Medien ausgeliehen, zwei Jahre später waren es bereits 28934.

Doch ausgerechnet zum Schulferienbeginn von letzter Woche hatte die Zentralbibliothek technische Probleme, wie sie die Nutzerinnen und Nutzer über ihre Website informierte. So war es nicht mehr möglich E-Medien auszuleihen. Glück hatten jene, die sich ihre Ferienlektüre bereits auf ihren E-Reader oder das Tablet geladen hatten. Denn das Lesen von bereits heruntergeladenen Medien war weiterhin möglich.

Das Problem ist seit Dienstagmorgen gelöst

Auf Anfrage kann Christine Gasser, Leiterin Benutzungs- und Auskunftsdienst der Zentralbibliothek Positives vermelden. Am Dienstagmorgen, und somit nach rund einer Woche, konnte das IT-Problem gelöst werden. Der Grund für den Ausfall lag an einer Umstellung, die aufgrund des Wechsels der Solothurner Bibliothek zum Bibliotheksystem Swisscovery nötig wurde.

Die Zentralbibliothek ist seit letzten Dezember diesem Verbund angeschlossen. Um es möglichst unkompliziert auszudrücken: Bislang lief die Anmeldung für die Ausleihe von E-Medien über das System der Zentralbibliothek. Bis die endgültige Lösung von SLSP (Betreiberin von Swisscovery) zur Verfügung steht, läuft die Anmeldung über eine externe Datenbank. Bei diesem Systemwechsel kam es bei der externen Firma, die diesen ausführte, zu Problemen.

Abgesehen von den erwähnten Problemen ist Gasser zufrieden, wie die Umstellung auf Swisscovery bislang verlaufen ist. Noch hätten sich nicht alle bestehenden Nutzer einen neuen Ausweis abgeholt. Sie führt dies auch auf die Coronasituation zurück und damit auf die allgemein weniger Besuchern in der Zentralbibliothek.

Gespannt kann man sein, wie sich die Besucherzahl im Verlauf der nächsten Wochen und Monate entwickelt. Denn die Umstellung auf Swisscovery hat für die Nutzer einen grossen Vorteil. Die Benutzung der Zentralbibliothek ist jetzt gratis und pro Karte könne bis zu hundert physische Medien ausgeliehen werden.

Ausleihe der Medien verlängert sich automatisch

Doch Achtung: Da die Zentralbibliothek nun die gleichen Regeln kennt, wie die anderen angeschlossenen Bibliotheken in der Schweiz, haben sich die Mahngebühren geändert. Bislang zahlte man bei der ersten Mahnung 5 Franken Gebühr. Dieser Betrag ist gleichgeblieben, jedoch bezahlt man nun diese Gebühr pro Medium, das zu spät zurückgegeben wurde, was ins Geld gehen kann, wenn man viele Bücher ausleiht.

Gasser betont, dass es viel braucht, dass es so weit kommt. Der Grund: Neu wird ein Medium bis zu fünf Mal automatisch verlängert. Sprich solange niemand sich für das Buch interessiert, kann man es bis zu einem halben Jahr zu Hause haben, ohne dass man es selber verlängert. Zudem erhält man vor einer allfälligen ersten Mahnung eine kostenlose Erinnerung.