Solothurn

Solothurn Tourismus ist im Rennen um Tourismuspreis

Die Seminarmeile hat das (Nacht-)Leben an der Aare zusätzlich zum Pulsieren gebracht.Oliver Menge

Die Seminarmeile hat das (Nacht-)Leben an der Aare zusätzlich zum Pulsieren gebracht.Oliver Menge

Die Seminarmeile steht heute Abend mit 13 Projekten in der Endausscheidung des Tourismuspreises Schweiz «Milestone». Die Seminarmeile ist inzwischen national bekannt.

Die Bündelung knapper finanzieller und personeller Mittel und die enge Partnerschaft von öffentlicher Hand und privater Investoren sind das Erfolgsrezept im Solothurner Tourismus. Ein Rezept, das möglicherweise einen wichtigen Preis verdient: Den Tourismuspreis Schweiz, «Milestone» genannt. Solothurn Services und die Seminarmeile stehen heute Abend zusammen mit 13 anderen nominierten Bewerbern aus dem ganzen Land in der Kategorie «Herausragende Projekte» zur Wahl. Bei insgesamt 73 gemeldeten Projekten gilt nur schon dies als ein beachtlicher Erfolg.

Entsprechend gross ist die Freude bei Jürgen Hofer, Direktor von Region Solothurn Tourismus: «Dies ist eine schöne Anerkennung des bisher Geleisteten – und spornt uns alle zu noch verstärkten Anstrengungen an.» Gespannt und optimistisch warten Jürgen Hofer und die weiteren Involvierten nun auf die offizielle Preisverleihung, die heute Abend im Kursaal Bern stattfindet. Zur Feier geladen sind rund 600 Gäste aus Tourismus, Wirtschaft und Politik.

In der engeren Wahl

Solothurn Services und die Seminarmeile liegen in der Kategorie «Herausragendes Projekt» in der Endausscheidung. Am Anfang dieses Projektes stand die seit 1996 gemeinsam betriebene Vermarktung des Seminarstandortes. Ziel von Solothurn Tourismus und regionalen Seminaranbietern war es von Beginn weg, die knappen finanziellen und personellen Mittel zu bündeln. Mit dem Public-Private-Partnership-Projekt Seminarmeile erfuhr der Seminarstandort ab 2005 eine entscheidende Stärkung: Im Zuge der Kooperation von Kanton und Stadt Solothurn sowie des Einstiegs der Credit Suisse Funds AG als Investorin wurde ein neues Hotel («Ramada», mit 100 Zimmern) erstellt und das Palais Besenval mit dem Landhaus zum grössten städtischen Seminar- und Kongresszentrum zusammengeschlossen. Als kommenden weiteren Trumpf, so ist in der Bewerbungs-Dokumentation der Solothurner zu lesen, sei der Kauf des traditionsreichen Hotels Krone durch Stadt und Kanton zu sehen, zumal die «Krone» nun ebenfalls von der CS Funds AG renoviert, und dann als viertes Element in die Seminarmeile eingereiht werden soll.

Der gemeinsam geförderte Tagungs- und Kongress-Bereich wird als Impulsgeber des regionalen Angebotes dargestellt: Er habe zusätzliche private Investitionen in Gastronomie und Hotellerie begünstigt, die Bildung einer Ausgehmeile entlang beider Aare-Ufer gefördert, ebenso das Entstehen neuer Angebote («Öufi»-Boot, thematische Stadtführungen usw.), wird betont.

Der Erfolg ist messbar

«Der Tagungs- und Kongress-Bereich hat sich als wichtiger Treiber der touristischen Entwicklung etabliert», bilanziert Tourismus-Direktor Jürgen Hofer. Er stellt fest, dass dadurch insgesamt «das Tourismusbewusstsein positiv beeinflusst» werde und der Tourismus «zunehmend als Chance für eine unternehmerische Tätigkeit» erkannt werde. Dass Solothurn Services und Seminarmeile potenziellen Kunden «alles aus einer Hand» anbieten – alternative Offerten verschiedener Anbieter, Vorschläge und auf Wunsch auch Verkauf von Rahmenprogrammen – sei ein grosser Trumpf.

Der Erfolg all dieser Bemühungen wird in der Teilnahme-Dokumentation auch gleich mit konkreten Zahlen belegt: Die Logiernächte hätten sich in Hotellerie und Parahotellerie (Jugendherberge, Campingplatz) in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht und 2011 «mit 124000 einen Allzeitrekord» erreicht. Nach oben zeigt der Trend auch in Sachen verkaufter Rahmenprogramme: Bereits im zweiten Jahr dieses Angebotes sei 2011 ein Umsatz von mindestens 300000 Franken erzielt worden und bei den mittlerweile jährlich 1400 Stadtführungen für Gruppen steige der Anteil von Seminar- und Kongressteilnehmern kontinuierlich an.

Meistgesehen

Artboard 1