Solothurn Stadt
Prost auf 20 Jahre Hafebar

Ein Geburtstagsfest mit Musik, Spiel und Geselligkeit fand statt, um das Jubiläum der Solothurner Hafebar zu feiern.

Fabio Vonarburg
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Am Kindernachmittag vom Samstag trat die Berner Band Schorsch und Oskar auf.

Am Kindernachmittag vom Samstag trat die Berner Band Schorsch und Oskar auf.

Fabio Vonarburg

Kürzlich war ich in Zürich. Als das Gespräch auf Solothurn fiel, schwärmte der Gesprächspartner über Solothurn. Man fühle sich hier am Mittelmeer, «auch wegen der Hafebar».

Die wohl bekannteste Trinkgelegenheit von Solothurn feierte dieses Wochenende drei Tage lang ihren 20. Geburtstag. So unterschiedlich die Gäste an der Bar, so vielfältig war das Programm: über Pingpong bis Brunch. Grosses Publikumsaufkommen gab es bereits beim Auftakt am Freitagabend. Bis weit weg von der eigentlichen Hafebar sassen «Geburtstagsgäste» auf dem «Aaremürli» und prosteten sich zu. Und gegen 21 Uhr trat ein erstes Highlight auf die Bühne, die Musik-Lokalmatadoren «Supersiech».

Musikalische Begleitung

Tags darauf sangen auf derselben Bühne fünf Frauen über das Furzen. Zur Freude der kleinen Tänzerinnen und Tänzer, die während des Auftritts der Berner Mundartband «Schorsch und Oskar» am Kinderkonzert ganz Ohr waren. Kurz wurde die Musik jedoch übertönt, als eine Gruppe mit Fahnen und lauten Gesängen über die nahe Wengibrücke zog. «Weswegen demonstrieren die?», fragte eine Frau verwundert. Nein, das waren keine Demonstranten, sondern FCZ-Fans, die zum Stadion zogen, wo ihre Spieler dem FC Solothurn eine Lektion erteilten. Während die Fussballfans von den Hafebar-Gängern zur Kenntnis genommen wurden, waren die Regengüsse am Samstag allen egal. Wer schon sass, blieb sitzen, wer vorbeilief und einen freien Tisch sah, stürzte sich darauf. Es lohnte sich. Bald darauf war es schon wieder, wie man es gerne hat, wenn man in der Hafebar sitzt: Die Sonne schien.

Und da spürte es auch ich, obwohl ich in dieser Stadt wohne: das Gefühl von Ferien.

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