Solothurn
Schulschluss: Verabschiedungsfeier mit Herz und Humor

An der Schulschlussfeier im ZKSK wurde Geschäftsführerin Christine Bigolin verabschiedet.

Gundi Klemm
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Christine Bigolin, Direktorin wird an der Abschlussfeier der ZKSK verabschiedet. Mit im Bild ihre beiden Nachfolger links Christoph Büschi und Silvan Riccio.

Christine Bigolin, Direktorin wird an der Abschlussfeier der ZKSK verabschiedet. Mit im Bild ihre beiden Nachfolger links Christoph Büschi und Silvan Riccio.

Corinne Glanzmann

Mit seiner kurzen Rückschau auf ihr Jahrzehnt als tatkräftige Geschäftsführerin des ZKSK als Schul- und Internatszentrum für Heranwachsende mit unterschiedlichen Sinnes- und Körperbeeinträchtigungen, eröffnete Verwaltungsratspräsident Ruedi Bieri die Verabschiedung und Ehrung von Christine Bigolin, die jetzt pensioniert wird.

«Für alles, was sie gemacht hat, verdient sie gute Noten»,

betonte er gemäss Schuljargon.

In dieser Zeit, die sich an ihre zuvor zehnjährige Leitungstätigkeit des Cerebrale Parese Zentrums anschloss, habe sich im ZKSK in einer Zeitspanne voller Betriebsamkeit unglaublich viel ereignet: in den Schulbetrieb zu integrieren waren Sanierungsmassnahmen und ein Erwei- terungsbau, Jubiläumsfeste der Schule, die Organisation eines anspruchsvollen Unterrichts, eine zahlenmässig immer grösser werdende Schülerschaft und die Zusammenarbeit mit Eltern, Behörden, mit Lehrkräften und Mitarbeitenden. Dazu zählte auch die Übernahme der Oensinger Institution «Kind im Zentrum». «Das alles hat sie gut gemeistert. Das ZKSK hat sich unter ihrer Führung zu einer kompetenten Institution entwickelt», würdigte Bieri.

Bigolin sei ein «Glücksfall» für die Institution gewesen

Dem schloss sich Bildungsdirektor Remo Ankli an, in dem er Christine Bigolin als regelrechten «Glücksfall» für das ZKSK und für Menschen im Kanton bezeichnete. Denn als frühere Gemeindepräsidentin in Aetigkofen und als ehemalige Kantonsrätin brachte sie für ihre Aufgaben kluge Weitsicht, Herz, Humor und Optimismus mit. Sozusagen als Pionierin wirkte sie, indem sie als Frau einen geachteten Platz in der männlich dominierten, kantonalen Heimleiterlandschaft errang.

«Sie hinterlässt ihren beiden Nachfolgern Christoph Büschi und Silvan Riccio eine fachlich gut aufgestellte, eine verlässliche und finanziell sicher abgestützte Institution.» Schon früh habe sie sich um Qualitätssicherung gekümmert, und in der Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen war sie eine wichtige Stimme. Der Bildungsdirektor dankte für ihre langjährige Leistung, die sie mit Wissen, Erfahrung und Schaffenskraft bewältigt habe.

«Immer gewusst, wofür ich arbeite»

Sie habe in diesen Jahren viele wunderbare Augenblicke erlebt, hielt Christine Bigolin in ihrem Schlusswort der Feierstunde unter freiem Himmel im ZKSK-Garten fest. Erstmalig nach dem Pandemiejahr fand der Anlass mit Publikum statt. «Die Kinder sowie die Zusammenarbeit mit Eltern, Kollegium und Mitarbeitenden haben mich immer wieder motiviert. Ich wusste immer, wofür ich arbeite», bekräftigte sie.

Auch sie bedankte sich für das grosse gegenseitige Vertrauen, den konstruktiven Austausch und die erfolgreiche Suche nach Lösungen. Ihren beiden Nachfolgern wünschte die jetzt Pensionierte Freude und Begeisterung für die neue Aufgabe. Wie es im ZKSK Tradition ist, wurde während des ganzen Morgens der Schulschluss und Ferienanfang ge- feiert. Mit wertschätzenden Worten verabschiedet und beschenkt wurden austretende Schülerinnen und Schüler wie auch Mitarbeitende. Heiter umrahmt war die Feierstunde von Musik mit Chorgesang und eröffnet durch den «Jerusalema»-Tanz der gesamten Schulgemeinde.