Bundesfeier

Solothurn hat ausgefeiert: Am 1. August wird es weder Feierlichkeiten noch Feuerwerk geben

In Solothurn wird ganz auf die Feierlichkeiten verzichtet; eine Einhaltung der Distanzvorschriften an den Festtischen und bei den stehenden Zuschauerinnen und Zuschauern sei nicht möglich. (Archivbild)

In Solothurn wird ganz auf die Feierlichkeiten verzichtet; eine Einhaltung der Distanzvorschriften an den Festtischen und bei den stehenden Zuschauerinnen und Zuschauern sei nicht möglich. (Archivbild)

Die Stadt Solothurn verzichtet dieses Jahr wie bereits mitgeteilt auf eine Durchführung der Bundesfeier, da bei grossen Menschenansammlungen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht.

«Das ist so aussergewöhnlich, wie in diesem Jahr fast alles aussergewöhnlich ist», erklärt Stadtpräsident Kurt Fluri. Denn dieses Jahr wird in Solothurn keine 1.-August-Feierlichkeit durchführt. In seiner ganzen Karriere habe er das noch nicht erlebt. So sei in Solothurn noch immer der Nationalfeiertag gewürdigt worden. Nicht immer in der gleichen Form: Je nach Wetter wurde das Fest schon drinnen gefeiert. «Es ist aber das erste Mal, dass ein 1.-August-Fest nur im privaten Rahmen stattfindet», sagt der Stadtpräsident. Fluri wird dieses Jahr auch keine offizielle Ansprache halten. Es sei schon vor einigen Wochen entschieden worden, dass man die Feierlichkeiten absagen muss, kann man der Medienmitteilung der Stadt entnehmen. Obwohl verschiedene Optionen geprüft wurden, wird keine Möglichkeit gesehen, die Feierlichkeiten «so durchzuführen, dass kein erhöhtes Ansteckungsrisiko für die Teilnehmenden besteht».

Feuerwerk ist ein Publikumsmagnet

Noch heute gilt die Beschränkung für Grossanlässe und nicht mehr als 1000 Menschen dürften daran teilnehmen. «Bei einer Durchführung mit Feuerwerk sind jeweils deutlich über 1000 Personen auf dem Festplatz beim Soldatendenkmal und auf der Chantierwiese anwesend», erklären die Verantwortlichen.
Es wurde auch überlegt, ob ein Fest ohne Feuerwerk denkbar sei. Doch: «Eine Einhaltung der Distanzvorschriften an den Festtischen und bei den stehenden Zuschauerinnen und Zuschauern ist nicht möglich.»

Massnahmen für Bundesfeier nicht angebracht

In Erwägung wurde gezogen, die Kontaktdaten der Anwesenden aufzunehmen: «Dazu hätte der Festplatz eingezäunt und eine Personenkontrolle durchgeführt werden müssen, dies verbunden mit der Abweisung von Gästen, wenn die Höchstzahl von 300 Personen erreicht worden wäre. Diese Massnahmen erscheinen der Behörde für eine Bundesfeier nicht angebracht.»
Der Stadtpräsident hofft heute, dass die Feierlichkeiten nächstes Jahr stattfinden können. (szr)

Impressionen der 1.-August-Feier aus dem Jahr 2017

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