Solothurn
Genossenschaft Baseltor: Umsatzeinbruch wegen Corona aber keine existenziellen Probleme

Im Rahmen der Generalversammlung präsentiert die Genossenschaft Baseltor ihre Zahlen.

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Das Solheure gehört zur Genossenschaft Baseltor ...

Das Solheure gehört zur Genossenschaft Baseltor ...

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An der Generalversammlung der Genossenschaft Baseltor Solothurn wurde der Jahresrechnung und dem Jahresbericht zugestimmt. Der Umsatz reduzierte sich 2020 erwartungsgemäss aufgrund der beiden Lockdowns im Frühling und zum Jahresende von 13,5 auf 8,75 Mio. Franken.

«Dank der erfolgreichen letzten Jahre, der Entschädigung für Kurzarbeit, einer Pandemie-Versicherung und fairer Anpassungen in den Mietzinsen ist unsere Genossenschaft dadurch aber nicht existenziell bedroht»,

sagt Präsident der Genossenschaft, Matthias Anderegg.

... sowie das Baseltor ...

... sowie das Baseltor ...

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Erhaltung der Arbeitsplätze ist geglückt

Die Genossenschaft Baseltor hat neben der Unternehmenssicherung auch das Ziel «Erhaltung der über 100 Arbeitsplätze» erreicht. Es sei ein besonderes Augenmerk auf die 15 Lernenden in den Betrieben gelegt worden. Sie wurden mit individuellen Schulungen, einem Austausch unter den Betrieben und dem Lehrlingsprojekt «Take Away» im Baseltor gefördert und konnten diesen Frühling ihre Prüfungen bestreiten.

In allen Betrieben waren die Schliessungen im Frühling 2020 und in diesem Winter einschneidend. So blieb das Baseltor erstmals nach 25 Jahren über Monate geschlossen. In den Zwischenphasen erschwerten die erlassenen Einschränkungen teilweise einen wirtschaftlichen Betrieb und zwangen zu reduzierten Öffnungszeiten.

... das Hotel Couronne ...

... das Hotel Couronne ...

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Sehr erfreulich waren die Sommermonate 2020 mit einer über 90-prozentigen Auslastung der Hotels Baseltor und La Couronne rund um «Ferien in der Stadt» und Bike-Touren mit Schweizer Gästen. Auch die Restaurants Baseltor, La Couronne und Salzhaus waren häufig ausgebucht und geprägt von einem Mix aus Touristen und einheimischen Gästen.

Die fehlenden Events setzte der Genossenschaft zu

Das ganze letzte Jahr gab es keine Anlässe, Bankette und Seminare, im Solheure keine Partys und Summer Jams. Entsprechend wurde der Betrieb von Hoch3 Catering sistiert. Die Umsätze reduzierten sich je nach Betrieb um 30 bis 40 Prozent, zusätzlich verbunden mit erhöhten Kosten für Schutzmassnahmen sowie Schliessungen und Wiedereröffnungen.

... und das Salzhaus.

... und das Salzhaus.

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Die negative Entwicklung schrieb sich in den ersten Monaten von 2021 nochmals fort, etwas abgeschwächt durch die an den Wochenenden gut ausgelasteten Hotels. Analog zum letzten Jahr wird ein positives Sommergeschäft erwartet und eine Erholung in den Herbst und Winter hinein mit Anlässen und Geschäftsreisenden.

Eine Neueröffnung steht vor der Tür

Dazu passt auch die Neueröffnung eines kleinen Betriebes im ehemaligen «Bistraito» direkt am Märetplatz, welcher als Cafebar und Take-away Ende Juni startet. «Der Geschäftsverlauf unserer Genossenschaft Baseltor wird 2021 nochmals erheblich von Covid-19 betroffen sein, wir erwarten einen Umsatz im Rahmen des Vorjahres. Unverändert steht das Unternehmen aber wirtschaftlich gut da, unterstützt auch durch die Härtefallentschädigungen des Bundes», hält Martin Volkart, Delegierter Vorstand Genossenschaft Baseltor Solothurn fest.

Eine zusätzliche Belastung stellt neu der veränderte Arbeitsmarkt nach der Coronakrise mit einem verstärkten Mangel an Mitarbeitenden für Hotellerie und Gastronomie dar. (szr)