Solothurn
Frauen vereint euch

Judith Frei
Judith Frei
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Wahlen Stadtpräsidium Solothurn: Stefanie Ingold und Franziska Roth.

Wahlen Stadtpräsidium Solothurn: Stefanie Ingold und Franziska Roth.

Hanspeter Bärtschi

Dass gewisse Parteien in der Stadt Solothurn zu wenig Frauen im Gemeinderat stellen, ist offensichtlich. Das ist aber nicht ein spezifisch solothurnerisches Problem, sondern sieht in beinahe allen Gemeinden der Schweiz so aus.

Und überall herrscht Ratlosigkeit, wie die Frauenquote erhöht werden kann. Die fehlende Lösung lässt das Problem als etwas Naturgegebenes erscheinen. «Frauen wollen sich halt weniger exponieren», «Frauen sind halt weniger politisch» sind Argumente, die oft zu hören sind.

Dass Problem ist zweifelsohne vielschichtig und nicht einfach zu lösen, aber es ist keineswegs ein Naturgesetz. Ein grosses Problem ist die fehlende Zeit: Viele Frauen arbeiten und verrichten zu Hause den Grossteil des Haushalts, pflegen kranke Familienmitglieder und haben daher weniger Zeit als Männer. Dieser Aspekt lässt sich kaum von den Frauen alleine ändern und bedingt grundlegende gesellschaftliche Veränderung.

Doch auffällig ist, dass es in Solothurn kaum überparteiliche Frauenzusammenschüsse gibt. Haben nicht alle Frauen ähnliche Probleme, in einem männerdominierten Umfeld zu bestehen? Diese Zusammenschlüsse könnten dazu beitragen, dass die Diskussionen im Rat nicht von Männern dominiert werden und Frauen ihren Raum finden.

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