Solothurn
Festtag für regionalen Solarstrom

Die Genossenschaft OptimaSolar Solothurn wird 10 Jahre alt. Was hat sie bis Jubiläum gemacht?

Judith Frei
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Das war vor 10 Jahren: Baubeginn Solaranlage OptimaSolar in Ichertswil mit Nationalrätin Brigit Wyss, Biobauer Niklaus Bolliger, Solarunternehmer Daniel Lehmann und Genossenschaftspräsident Max Bobst (von links).

Das war vor 10 Jahren: Baubeginn Solaranlage OptimaSolar in Ichertswil mit Nationalrätin Brigit Wyss, Biobauer Niklaus Bolliger, Solarunternehmer Daniel Lehmann und Genossenschaftspräsident Max Bobst (von links).

Oliver Menge

Zwei Monate nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima wurde die Genossenschaft OptimaSolar Solothurn von zehn Solarenergie-Enthusiasten ins Leben gerufen. Das war vor genau zehn Jahren. Das Ziel war, innert 90 Tagen die erste Photovoltaik-Anlage zu finanzieren und zu bauen.

Dieses Ziel wurde erreicht: Die erste Photovoltaik-Anlage auf der Sägerei Ingold in Ichertswil produzierte ab dem 22. August 2011 Solarstrom. Mittlerweile gibt es über 20 Anlagen. Und es blieb nicht bei der einen Anlage. Im Schnellzugstempo folgten weitere Solarkraftwerke. Innert dreier Jahre wurden 14 Projekte umgesetzt, mit Hilfe von fast 600 Genossenschaftsmitgliedern, die für rund 3,7 Millionen Franken Anteilscheine zeichneten. Ermöglicht wurde dies dank der Gründungsmitglieder – insbesondere von Max Bobst, der massgeblich zum Wachstum und Erfolg der Genossenschaft beitrug.

Stetig weitergewachsen

Seither ist die OptimaSolar stetig weitergewachsen, wenn auch etwas langsamer als am Anfang. In diesen Tagen werden die 25. und 26. Anlage fertig gestellt und ans Netz geschlossen. Weitere folgen noch in diesem Jahr. So wird beispielsweise auf dem Garderobentrakt des Freibads Solothurn eine Anlage errichtet, und auf dem Gastronomietrakt folgt eine später.

Auch noch für dieses Jahr ist geplant, dass Kindergarten und Tagesstätte Mittleres Brühl mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet wird. Die Anlagen der Genossenschaft befinden sich stets auf gemieteten Dächern und weisen eine Mindestgrösse von 400 Quadratmetern auf.

Die Solargenossenschaft ist mittlerweile eine der grössten in der Schweiz. Neben Solothurn gibt es drei weitere OptimaSolar-Genossenschaften in Worblental, Fribourg und Nyon.