Solothurn
Erster Einsatz für das Solothurner Tourismusbüro auf Rädern

Heute wird zum ersten Mal das mobile Tourismusbüro beim Campingplatz in Solothurn eingesetzt.

Judith Frei
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Jürgen Hofer und Tamara Moser.

Jürgen Hofer und Tamara Moser.

Hansjörg Sahli

Das Büro ist elektronisch betrieben und kommt leise auf drei Rädern daher. Dieses Büro ist ein elektronisches Motorrad. Es erinnert an das Gefährt der Post, nur dass es blau ist. Vorne und hinten können Flyer in Boxen untergebracht werden.

«Wir wollen mit diesem mobilen Tourismusbüro auch dezentral unser Publikum erreichen», erklärt der Direktor von Solothurn Tourismus, Jürgen Hofer. Als Erstes kommt es heute von 11 Uhr bis 15 Uhr beim Campingplatz zum Einsatz. Dort sollen Flyer verteilt werden, um über Aktivitäten in und um Solothurn zu informieren.

Die Gäste auf dem Campingplatz können dadurch auch ihre Fragen beantworten, ohne dass sie den Weg ins Zentrum auf sich nehmen müssen. Am Wochenende wird das Motorrad bei der Seilbahn Weissenstein anzutreffen sein.

Ein Produkt des «Tourist Office Lab»

Die fahrende Gästeinformationsstelle ist aber nicht ein fester Bestandteil von Solothurn Tourismus. Entwickelt wurde es vom «Tourist Office Lab». In diesem «Labor» sind verschiedene Tourismusbüros miteinander verbunden. Dabei werden nicht nur Probleme und Fragen in Zusammenarbeit gelöst, sondern auch neue Ideen entwickelt.

So ist auch dieses Gefährt entstanden: Viele weitläufige Regionen haben Mühe, ihr Publikum zu erreichen. Es sei als Ergänzung zu dem schon bestehenden Angebot gedacht und soll eine neue Art der Gästeberatung sein. Die Initianten schreiben auf ihrer Website, dass es für sie wichtig gewesen sei, eine ökologische Lösung zu finden, die im Sommer sowie im Winter einsetzbar ist.

Im Engadin kam das blaue Gefährt letzten Herbst zum ersten Mal zum Einsatz, auch andere Regionen haben es ausprobiert. Bevor es gestern hier in Solothurn angekommen ist, war es für einige Zeit im Thurgau. Nun wird es für zehn Tage am Jurasüdfuss bleiben und getestet.

Das Tourismusbüro in Solothurn habe eine ausgezeichnete Lage und Touristen, die sich in der Stadt befänden, würden den Weg dahin finden, erklärt der Direktor. Es gäbe aber einige «Hotspots» ausserhalb der Stadt, wo sich ein grosser Teil des Publikums aufhält. Dabei denkt er nicht nur an den Camping und die Seilbahn, sondern auch an Altreu, den Burgäschisee oder die nationale Veloroute.

«Mit dem Gefährt können wir auch die Velotouristen, schon bevor sie in der Stadt Solothurn einfahren, erreichen und ihre ersten Fragen beantworten»,

sagt Hofer. Auch könne es bei grösseren Anlässen eingesetzt werden.

Falls sich das Konzept vom mobilen Tourismusbüro bewährt, dann werde man schauen, dass dieses hier regelmässig zum Einsatz kommt. Ein Flop wäre auch nicht schlimm, meint Hofer, es ginge darum, kreative und neue Projekte zu testen, die den Kundenservice verbessern.