Solothurner Wetter

Solothurn erlebte einen November der gnädigen Sorte

Zwei dreimal Zuckerguss auf dem Jura - mehr lag im November nicht drin.

Zwei dreimal Zuckerguss auf dem Jura - mehr lag im November nicht drin.

Wer die Winterpneus in der Region Solothurn schon Anfang November montiert hatte, brauchte sie bis jetzt nicht. Der dritte Herbstmonat geizte mit Frost, Eis und Schnee - nur Regen gab es genug.

Auch der November 2019 reiht sich in der Region Solothurn in die lange Reihe zu milder Monate ein – mit einer Durchschnittstemperatur von 5,8 Grad blieb er um 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel. In Sachen Niederschlag liess der Monat es an nichts fehlen: Die 99 Liter oder Millimeter pro Quadratmeter in Solothurn selbst und sogar 133,5 Liter im Wallierhof Riedholz entsprechen dem langjährigen Durchschnitt oder liegen sogar etwas darüber.

Der Winter zeigte sich nur in höheren Lagen

Der November startete noch ausgesprochen mild mit Tagestemperaturen, die auch frühmorgens noch zweistellige Werte erreichten. Die Westströmung brachte auch gleich eine Woche lang jeden Tag Regen und mit einem zunehmenden, allmählichen Temperaturrückgang reichte es am 8. November erstmals für eine dünne Neuschneedecke auf dem Weissenstein. Hochnebel und etwas Sonnenschein wechselten sich in der Folge ab. Nun war es zwar deutlich kühler geworden, doch erst am 12. musste früh morgens zum Scheibenkratzer gegriffen werden. Leicht wechselhaft und mit wenig Temperatur-Änderungen im Tagesverlauf ging es weiter, intensivere Regenfälle waren erst wieder am 17./18. November ein Thema. An diesen zwei Tagen schneite es auch etwas weiter herunter, zumindest konstatierte man auch im höher gelegenen Wallierhof Riedholz die ersten Flocken, während die Schnee-Fans in der Stadt unten neidisch den ersten Zuckerguss am Jurafuss begutachteten.
Eine kurze Episode, denn in den folgenden acht Tagen setzte sich trockenes Herbstwetter mit einer teilweise zähen Hochnebeldecke durch. So richtig nass wurde es jedoch nochmals für drei Tage aufs Monatsende, als fast die Hälfte der gesamten November-Regenmenge zusammen kam. Die Schneefallgrenze lag aber ständig bei 1400 Metern und höher.

Kein Trend für einen weissen Advent

Nun, diese Woche bleibt es mit Hochdruck trocken; dann geht es wie bisher weiter: mal nass, mal kühler, mal wärmer, aber ohne Wintereinbruch bis in die Niederungen. Und der grüne Samichlaus ist noch kein Indiz für weisse Weihnachten. 

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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