Eigentlich war der September 2018 nichts anderes als eine Fortsetzung des diesjährigen Supersommers. Noch bis zum astronomischen Herbstbeginn, dem 23. September, wies beispielsweise die Aare mehr als 20 Grad auf und lud zum Baden ein. Sonnenschein gabs reichlich, genauso wie Sommertage mit Tagesmaxima von mehr als 25 Grad. Das Monatsmittel lag mit 17,3 Grad etwa im Bereich eines etwas zu kühlen Junis und übertraf den langjährigen September-Wert um fast 2 Grad.

Die Kehrseite der Medaille: Die seit dem Mai zunehmende Trockenheit verschärfte sich weiter, denn Regen gabs in der Region nur sehr spärlich: In Solothurn selbst kamen 26 Liter oder Millimeter pro Quadratmeter zusammen, im Wallierhof Riedholz wurden 24,8 Liter registriert. So mussten die Pilzfans bis auf einen Schub Steinpilze Anfang Monat in der Region bisher fast einen Totalausfall ihrer Ernte hinnehmen.

Und ein Sturm

An sich begann der September wenig verheissungsvoll mit ein paar Regenspritzern, vielen Wolken und verhältnismässig kühl. Erst am 4. zeigte sich allmählich die Sonne wieder, wobei die Bise noch für eine Badi-Abstinenz sorgte. Das änderte sich gegen die Monatsmitte – am Bettagssamstag war Saisonschluss im Freibad – und die Badetücher kamen vor allem zwischen dem 9. und 11. September nochmals zum Einsatz. Die zwei folgenden Tage waren allerdings auch die nassesten des Monats – wobei der 12. September sogar noch als Hitzetag mit 30 Grad im Maximum durchging.

Leicht gewittrig und ungewöhnlich warm blieb es, ehe am HESO-Eröffnungstag, dem 21. September, einige Regentropfen den Messestart kaum trübten. Ungewöhnlich windig und warm zeigte sich der erste HESO-Sonntag, und in der Nacht auf Montag fegte mit «Fabienne» sogar ein ausgewachsener Sturm über die Zeltlandschaft.

Nun fielen die Nachttemperaturen klar in den einstelligen Bereich, und eine kräftige Bise trug viel zu einem herbstlichen Witterungscharakter bei. Allerdings blieben Morgennebel eine absolute Rarität. Nochmals wurde auf das Monatsende hin die 20-Grad-Marke aber deutlich übertroffen, ehe am letzten HESO-Tag ein Abendgewitter für einen kleinen Schlechtwetterknick sorgte.

Vorerst kaum Regen in Sicht

Für den Rest der Woche setzt sich wieder Hochdruckeinfluss durch, mit einer leichten Delle ausgerechnet am Wochenende. Doch schon für die nächste Woche sieht es nach einer kleinen «Sommer-Fortsetzung» aus – die 20-Grad-Marke kann allemal noch geknackt werden. Erst auf die Monatsmitte hin sind Atlantik-Fronten möglich, die Regen und vielleicht schon Schnee bis in mittlere Lagen bringen.