Solothurn
Ein Mutmacher, der in Erinnerung bleibt: Schülerinnen und Schüler waren eine Woche lang Zirkusartisten

Der Theaterzirkus Wunderplunder arbeitete eine Woche mit der Schuljugend des Zentrums für Kinder mit Sinnes- und Körperbehinderung.

Gundi Klemm
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Der Theaterzirkus Wunderplunder war zu Gast im ZKSK und probte mit den Schülerinnen und Schülern eine Vorführung ein.

Der Theaterzirkus Wunderplunder war zu Gast im ZKSK und probte mit den Schülerinnen und Schülern eine Vorführung ein.

Hanspeter Bärtschi

Fordern, fördern und Vertrauen in die eigenen Kräfte gewinnen, lautet sicher ein pädagogischer Leitsatz im «Zentrum für Kinder mit Sinnes- und Körperbehinderung» (ZKSK) gegenüber seinen Schülerinnen und Schülern. Da hinein passte die Woche mit dem Theaterzirkus Wunderplunder, die Peter Spycher, gerade pensionierter Ergotherapeut der Schule, seiner Institution geschenkt hat.

Die Zirkuscrew verfügt über langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Schulen, die in ihrer Obhut in einer Woche eine Vorführung erarbeiten. Die ZKSK-Schülerschaft und ihre Lehrkräfte freuten sich über den völlig anders gearteten Unterricht, der am Montag mit dem Einräumen des Zeltes und der vielen Zirkusutensilien begann.

Volle Konzentration.
10 Bilder
Teamwork.
Spektakuläre Feuer-Show.
In Rollen eintauchen.
Schattenspiel.
Auch Musik darf nicht fehlen.
Artistinnen und Artisten.

Volle Konzentration.

Hanspeter Bärtschi

Am Dienstag erlebten die Heranwachsenden in Vorführungen viele Bereiche der Zirkusarbeit und konnten sich danach für ihre bevorzugte Mitwirkung entscheiden. 55 Kinder und Jugendliche, nicht beteiligt war die Basisstufe, trainierten danach für sie umsetzbare Teile aus der Luft- und Bodenakrobatik, aus der Kraftarbeit, dem Fakirwesen, der Clownerie, dem Schattentheater, der Jonglage sowie ihren Auftritt in der sechsköpfigen Musikband Royal ZKSK-Rock. Als Motivation besuchten alle ein Wunderplunder-Gastspiel im Zirkuszelt, zu dem auch die Eltern und die Nachbarschaft der Schule eingeladen waren.

Mut getankt

Die eigene ZKSK-Zirkusvorführung nahm immer weiter Gestalt an, bis am Donnerstagnachmittag die Hauptprobe und am Freitag zwei Darbietungen über die Bühne gingen. Als lustige Animatoren und Pausenfüller betätigten sich die Wunderplunder-Mitarbeiter Rita und Norbert, die eine Rahmenhandlung als Busreise einer «Queen» in festlicher Robe, einer Hexe, eines Mechanikers und natürlich des Buschauffeurs begleiteten.

An zahlreichen Haltepunkten traten Gruppen auf, die balancierten, mit Stäben jonglierten, im Schattentheater schon das Meer in Italien in den Blick nahmen, als Sträflinge die Polizei neckten, einen Schlangenbeschwörer besuchten, Feuertöpfe und später ein effektvolles Equipment in «Fire in my home» schwenkten und weitere, für diese Jugendlichen angepasste Ideen verwirklichten.

Mit mitreissender Musik, zum Teil gespielt von der Band, verlief die Vorführung – von immer wieder ermutigendem Beifall unterstützt – schwungvoll und heiter. Diese vielseitig herausfordernde Woche wird niemand im ZKSK so schnell vergessen: Sie bleibt als wirklicher Mutmacher im Gedächtnis.

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