Solothurn
Die Stadt fordert zur Einhaltung der Coronaregeln auf

In einer Mitteilung fordert die Stadt Solothurn die Bevölkerung auf, die Abstandsregeln einzuhalten.

Judith Frei
Merken
Drucken
Teilen
Bei schönem Wetter zieht es die Leute an das Aaremürli.

Bei schönem Wetter zieht es die Leute an das Aaremürli.

Hanspeter Bärtschi

«Mit zunehmender Geltungsdauer, steigenden Temperaturen und schönem Frühlingswetter fällt es immer schwerer, sich an die Massnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung des Coronavirus zu halten», erklärt die Stadt in einer Mitteilung. Die Stadt hat dafür zwar ein gewisses Verständnis, sie sei aber für die Einhaltung der Regeln verantwortlich.

Weiter:

«Stadtpräsidium und Stadtpolizei bitten daher dringend, sich auch an den Hotspots wie dem Landhausquai an die einfachen Regeln zu halten: Maskenpflicht und Abstand halten, auch wenn Treffen bis maximal 15 Personen im Freien erlaubt sind.»

Auf Anfrage erklärt der Kommandant der Stadtpolizei, Walter Lüdi, dass nicht mehr Bussen verteilt worden sind: «Uns ist es wichtig, dass wir diese Probleme im Dialog lösen.» Das sei auch in den meisten Fällen möglich. Jetzt macht aber die Stadtpolizei die Beobachtung, dass die Patrouillen vermehrt auf das Einhalten der Regeln hinweisen muss. «Es ist halt die Logik des schönen Wetters», sagt Lüdi.

Es sollen grössere Infektionsherde verhindert werden

Dies habe man schon letztes Jahr beobachtet, dass die Disziplin an verschiedenen Orten nachliesse. Insbesondere im Bereich des «Aaremürlis», zwischen dem Landhaus und der Wengibrücke, lädt zum Verweilen ein. «Es sollte eigentlich genügend attraktive Orte an der Aare und in den Parks geben, wo man sich treffen oder sein Essen konsumieren kann, ohne sich zu nahe zu kommen», steht weiter in der Mitteilung.

Nur so bestehe die Möglichkeit, dass bereits vor der Erreichung des Impfziels weitere Lockerungen möglich werden, und nicht wieder restriktivere Massnahmen nötig werden. Die Stadt behaltet sich vor, gewisse Orte polizeilich zu sperren. «Diese Massnahme wäre aber der letzte Schritt, den wir in Erwägung ziehen», so Stadtschreiber Hansjörg Boll. Aber: «Die Entwicklung hänge auch vom individuellen Verhalten der gesamten Bevölkerung ab, weshalb die Stadt sie bittet, ihre Eigenverantwortung wahrzunehmen und mitzuhelfen, grössere Infektionsherde zu verhindern.»