Solothurn
Die neueste Komödie des Royal Arts Club überzeugte durch ihren bissigen Humor

Das neueste Stück des Royal Arts Club trägt den Namen «Camping, Pills and Hollywood».

Fatma Kammer
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Royal Arts Club feierte mit Stück «Camping, Pills and Hollywood» Premiere.

Royal Arts Club feierte mit Stück «Camping, Pills and Hollywood» Premiere.

zvg

Mit einem Monolog der Direktorin (Iris Kerschbaum) begann der neuste Streich des Royal Arts Club. In der gut besuchten Premiere von «Camping, Pills and Hollywood» schaute das Publikum gespannt.

Ein paar Minuten vorher strahlte Cony Studer, die Regisseurin des Stücks. «Wir haben seit April geprobt und daran ­gefeilt», freute sich die erfahrene Theaterfrau. Auch, weil das Ensemble letztes Jahr zwei der geplanten fünf Aufführungen aufgrund der Pandemie absagen mussten. Nach dem pathetischen Beginn und ein paar Aufwärmminuten ging es los mit den fiesen und saloppen Sprüchen, die sich die Beamtenkollegen (Stephan Vögeli, Maria Ansari, Fabio Loiacona) lieferten.

11 Akteure spielen 23 Rollen

Humorvoll wurden die einzelnen Figuren mit überspitzen Darbietungen inszeniert. Wie zum Beispiel die Unternehmensberaterin (Nadja Aeschbacher), die sich immer samt ihrem Firmenslogan vorstellte und dabei ganz bescheiden bemerkte, man kenne sie vielleicht vom Fernsehen. Oder die ­gekonnten Darstellungen der pillensüchtige und fluchende amerikanische Filmdiva (Denise Friedli), des exzentrischen Filmregisseurs (Helmuth Zipperlein), des saufenden Bordellbesitzers (Jürg Rohrbach) und des genervten Bürgers (Urban von Arx).

Die elf Akteure spielten insgesamt 23 Rollen. So mussten mehrere Schauspielerinnen und Schauspieler gleich drei verschiedene Charaktere spielen. Die Wechsel von der einen Rolle in die nächste samt Kostümwechsel wurde gekonnt umgesetzt. Dabei halfen die gezielt eingesetzten extremen Kontraste der einzelnen Figuren. So wurde die apathische Putzfrau von derselben Darstellerin gespielt, wie die selbstbewusste karrieregeile Fernsehmoderatorin (Diana Zanda).

Royal Arts Club feierte mit Stück "Camping, Pills and Hollywood" Premiere
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Royal Arts Club feierte mit Stück "Camping, Pills and Hollywood" Premiere
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Royal Arts Club feierte mit Stück "Camping, Pills and Hollywood" Premiere
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Royal Arts Club feierte mit Stück "Camping, Pills and Hollywood" Premiere

Royal Arts Club feierte mit Stück "Camping, Pills and Hollywood" Premiere

Zvg / Solothurner Zeitung

Dem Publikum wurde mit «Camping, Pills and Hollywood» ein amüsantes Laientheater geboten. Die Komödie von Bernd Spehling über eine Insel, die mit dem Bau eines Dammes eine Verbindung zum Festland erhält und dadurch von Touristen überrannt wird, witzig umgesetzt in der Figur des Camping-Fans (Toni Maibach), bietet viel Gelegenheit für Lacher. Für die Technik war Daniel Mauerhofer verantwortlich, für die Maske Astrid Jakob, Sandra und Lena Sutter sowie Anouk Henne. Übrigens, das Stück endet beinahe mit dem ähnlichen Monologanfang wie zu Beginn. Nur gibt es eine lustige Wendung.

Hinweis
Weitere Vorstellungen im Theater Mausefalle: Freitag, 1. Oktober, und Samstag, 2. Oktober, jeweils um 20 Uhr. Reservationen bei Joli Mauerhofer unter royalartsclub@hotmail.com. Es gibt auch eine Abendkasse.

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